Zug
Volksinitiative für ein neues Hallenbad in der Stadt lanciert

Jetzt werden Unterschriften gesammelt. Die Volksinitiative wird vom Schwimmclub Zug und der CSP unterstützt. Die Unterschriften müssen bis zum 4. Januar 2023 eingereicht sein.

Drucken

In Zug stehen zwei kleine Hallenbäder, die je einem Schulhaus (Loreto und Herti) angeschlossen sind. Sie wurden 1969, respektive 1975 erbaut, als die Stadt eine Wohnbevölkerung von 20'000 Einwohnern erreicht hatte. Heute leben 31’000 Personen in der Stadt, laut Prognosen werden in den nächsten 15 Jahren bis zu 15’000 weitere dazukommen.

Bereits diese Zahlen zeigen gemäss Argumentarium des Initiativkomitees, dass ein neues grösseres Hallenbad dringend nötig ist. Die Schulbäder Herti und Loreto werden tagsüber von Schulklassen belegt, abends trainieren dort die Wassersportvereine, die sich jedoch stark einschränken müssen, da sie die Wasserzeit einigermassen gerecht verteilen müssen.

Und die allgemeine Bevölkerung? Wer unter der Woche in einem der beiden Bäder schwimmen will, muss morgens früh aufstehen und vor Schulbeginn trainieren, aufs Mittagessen verzichten oder an einigen Tagen sich erst nach dem Nachtessen ins Badekleid stürzen.

Das genügt nach Meinung der Initianten nicht. Da auch die Schülerzahlen ständig wachsen (über 600 Schüler mehr in den letzten 12 Jahren), müssen dauernd neue Klassen eröffnet werden. Doch die Kapazitäten in den beiden Schwimmbädern sind ausgereizt.

Ein neues Hallenbad – für wen?

Die Stadt Zug braucht ein neues Hallenbad, das den ganzen Tag für die gesamte Bevölkerung, Jung und Alt, offen ist. Die Rentner und Rentnerinnen sind den Initianten dabei ein sehr wichtiges Anliegen. Wenn vielleicht auch nicht mehr so mobil wie in jungen Jahren, sind für sie Schwimmen, Aquajogging oder andere Wassersportarten eine Möglichkeit, sich bis ins hohe Alter sportlich zu betätigen. Sie bleiben dadurch beweglich und gesunder.

Familien sollen im neuen Bad vielleicht zum ersten Mal ihre Kleinkinder ans Wasser gewöhnen können, und einfach jede und jeder soll schwimmen können, wenn er oder sie Zeit haben und nicht wenn das Hallenbad für sie Zeit hat.

Das neue Hallenbad sollte so konzipiert sein, dass ein Teil der Wasserfläche für Schulen und Vereine abgetrennt werden kann. Mit der wachsenden Bevölkerung werden immer mehr Schulschwimmstunden gefordert. Diese können ins neue Bad verlegt werden. Die Wassersportvereine, die sich jetzt enorm einschränken müssen, werden mehr Trainingszeiten zur Verfügung haben. Sie hätten auch die Möglichkeit mehr und neue Kurse für die allgemeine Bevölkerung anzubieten. Davon würden alle profitieren.

Laut Initiativkomitee, das von alt Gemeinderätin Monika Mathers (CSP) präsidiert wird, soll ein neues Hallenbad die notwendigen Masse für internationale Wettbewerbe aufweisen. (haz)