Fussball
Zug 94 hat sich einen wichtigen Punkt für die Moral erkämpft

Der Erstligist feiert einen Achtungserfolg. Nach zwei Niederlagen folgt nun ein 1:1-Unentschieden bei Kosova.

Michael Wyss
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Den Auftakt in die neue Spielzeit stellten sich die Zuger etwas positiver vor. Sicher aus resultatmässiger Sicht. Die bisherigen Auftritte waren sicher enttäuschend. Bei Wohlen kassierte Zug 94 ein 0:3, dann folgte eine ärgerliche 1:2-Niederlage gegen den Grasshoppers Club Zürich II. «Unnötig», wie Trainer Vural Oenen nach dem Spiel gegen die Zürcher protokollierte. «Wir sind nicht effizient genug und kassieren dumme Gegentreffer. Wir bringen uns immer wieder um den Lohn.»

Gefordert waren deshalb seine Schützlinge am Sonntagnachmittag beim Gastspiel auf dem Zürcher Juchhof gegen das Team Kosova umso mehr. Im dritten Ernstkampf dieser noch jungen Meisterschaft hiess die Devise: verlieren verboten!

Geduldig zum Punktgewinn

Spieler Fabian Simics Rezept vor dem Duell gegen die Zürcher? «Alles war nicht schlecht, was wir zu Beginn der Saison zeigten. Die Resultate sprechen aber eine deutliche Sprache. Wir müssen in der Defensive wieder einmal die Null halten, Eigenfehler vermeiden und keine Geschenke machen. Und die Chancen, die wir kreieren, auch versuchen zu nutzen. Nach zwei Niederlagen müssen wir unbedingt den Dreier einfahren.» Doch aus dem erhofften Sieg wurde nichts.

Zug 94 erkämpfte sich immerhin einen wichtigen Punktgewinn beim Gastspiel gegen Kosova vor der beeindruckenden Kulisse von 450 Fans. Die Führung für die Platzherren in diesem bis zuletzt spannenden Duell erzielte Rinor Avdyli mittels Kopfball nach knapp einer Viertelstunde. Die Zuger Offensivbemühungen blieben in der Folge vorerst erfolglos. Zwölf Minuten vor Schluss erlöste Pashk Nikollaj (78.; Kopfball) sein Zuger-Team mit dem verdienten 1:1-Ausgleich, dem gleichbedeutenden Schlussresultat. Der Punkt war im Trockenen und erfreuliche Tatsache.

«Kleinigkeiten verbessern»

Spieler Leonardo Würmli nach dem Spiel: «Die Qualität ist vorhanden, leider haben wir bisher nicht immer gezeigt, zu was wir fähig sind. Phasenweise spielen wir guten Fussball, dann haben wir wieder Schwächephasen, welche der Gegner eiskalt ausnützt. Es sind Kleinigkeiten, die wir verbessern müssen. Das heutige Remis ist ein positives Signal, ein Lebenszeichen.» Weiter geht es für den Erstligisten Zug 94 am nächsten Samstag (16:00 Herti Allmend) gegen Höngg. Die Zürcher stehen verlustpunktfrei mit Bassecourt an der Tabellenspitze der 1. Liga Gruppe 2. Oenen:

«Der heutige Punktgewinn war Gold wert. Das gibt uns viel Selbstvertrauen, das wird sich wie ein Befreiungsschlag auswirken nach zuletzt zwei Niederlagen.»

Mit einem Dreier würde Zug 94 einen Sprung ins Mittelfeld schaffen. Wenn das nicht Motivation genug ist? Kosova liegt beispielsweise mit vier Punkten auf Rang 7. Oenen: «Die Saison ist noch jung, die Tabelle daher wenig aussagekräftig. Richtungsweisend werden sicher die nächsten drei bis vier Spiele werden, das bin ich mir bewusst. Dann sehen wir, wo wir stehen und in welche Richtung es gehen wird. Ich bin guten Mutes, was den weiteren Verlauf der Meisterschaft betrifft.»