Zivilstandesamt Cham
«Ausgebucht»: Besondere Zahlenkombinationen sind bei Brautpaaren beliebt

Heute Dienstag finden in Cham vier Trauungen statt. Dies, weil die Villa Villette noch Betriebsferien hat. Die Nachfrage sei aber um einiges höher gewesen, sagt Leiter des Zivilstandesamts Christian Sigrist.

Carmen Rogenmoser
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Schnapszahlen und besondere Zahlenkombinationen sind bei Brautpaaren sehr beliebt. Das bestätigt Christian Sigrist, Bereichsleiter Zivilstandes- und Bestattungsamt der Gemeinde Cham. Die Gründe sind individuell: «Viele Paare wünschen sich vielleicht ein besonderes Hochzeitsdatum, andere haben eine Zahlenaffinität oder verbinden spezielle Daten mit einer gewissen ‹Magie›», so Sigrist. Wiederkehrende Zahlen, wie aktuell die zwei beim 22.2.2022 oder individuelle Glückszahlen stünden hoch im Kurs. Für das Zivilstandsteam spiele das Datum hingegen keine Rolle. Auch bei einer hohen Auslastung werde jedem Paar das Möglichste geboten. Dazu gehöre nicht nur die passende Kulisse, sondern auch, dass die Zeremonie nahe am Leben und den Personen sei. «Die Zivilstandesbeamtinnen und Zivilstandesbeamten verfassen für jedes Paar eine individuelle Traurede.»

So ist es kein Wunder, dass das Zivilstandesamt in Cham am heutigen Tag ausgebucht ist. Insgesamt finden vier Trauungen statt. «Da die Villa Villette momentan noch Betriebsferien hat und wir somit lediglich im Gemeindehaus Trauungen vollziehen können, sind die Termine mit zwei Trauungen am Morgen und zwei am Nachmittag bereits seit längerem vergriffen», sagt Christian Sigrist.

Von Mai bis September ausgebucht

Im Normalbetrieb werden in Cham maximal sechs Trauungen an einem Tag angeboten. Das Zivilstandesamt ist unabhängig von speziellen Zahlenkombinationen besonders in den klassischen Hochzeitsmonaten von Mai bis September sehr gefragt. Bereits jetzt seien praktisch alle Freitage und Samstage ausgebucht, so Sigrist. Er ergänzt: «Insbesondere was Trauungen in der herrschaftlichen Villa Villette im Villette Park angeht.»

In den vergangenen Jahren wurden in Cham jeweils rund 250 bis 300 Ehen geschlossen. Fast die Hälfte der Brautleute komme von auswärts, so Sigrist: «Somit gehört Cham weiterhin zu den ‹Trauungshotspots› im Kanton Zug.»