Vereine und Verbände
Frauen Menzingen brauchen mehr junge Mitglieder

Die GV der Frauen Menzingen hat zum ersten Mal seit drei Jahren wieder wie gewohnt stattfinden können.

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Das Vereinsjahr war schnell besprochen. Coronabedingt mussten die allermeisten Anlässe abgesagt oder verschoben werden, erklärte Barbara Beck an der 144. Generalversammlung der Frauen Menzingen. Beck, die neue Co-Präsidentin des Vereins, präsentierte eine ausgewogene Jahresrechnung mit Gewinn. Der Verein existiert seit 144 Jahren und hat aktuell 428 Mitglieder.

Zusammen mit Isabelle Menzi übernahm Beck im vergangenen Jahr das Präsidium von Yvonne Stadelmann, die an der GV in der Menzinger Schützenmatt nochmals wertschätzend und mit Standing Ovations ganz offiziell von ihrem ehemaligen Amt verabschiedet wurde. Letztes Jahr war dies nicht möglich, weil die Generalversammlung aufgrund Corona schriftlich abgehalten wurde.

Zu wenig Anmeldungen für gewisse Kurse

«Etwas komisch ist es schon, schriftlich zur Präsidentin gewählt zu werden», erinnerte sich Barbara Beck bei der Begrüssung. Die Pandemie war denn auch am Freitag noch nicht ganz Geschichte. Diverse Mitglieder mussten kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Darunter auch Isabelle Menzi, die an Corona erkrankte. Barbara Beck übernahm zusammen mit Vorstandsmitglied Martina Müller, Aktuarin Corinne Staub und Kassierin Dominique Berchier die Präsentation der Generalversammlung. «Unser Ziel muss sein, mehr junge Frauen zu motivieren, aktives Mitglied zu werden», appellierte Beck an die anwesenden Mitglieder und erklärte mit einer Grafik, dass in der aktuellen Altersstruktur des Vereins nur gerade vier Prozent aller Mitglieder unter 40 Jahren sind – aber 54 Prozent aller Mitglieder über 60 Jahre alt.

Der aktuelle Vorstand (von links): Dominique Berchier, Isabelle Menzi, Corinne Staub, Barbara Beck und Martina Müller.

Der aktuelle Vorstand (von links): Dominique Berchier, Isabelle Menzi, Corinne Staub, Barbara Beck und Martina Müller.

Bild: PD

Schon jetzt müssten diverse Kurse abgesagt werden, weil sich zu wenig Interessierte anmelden. Diese unausgeglichene Altersstruktur führe mittelfristig zu grossen Problemen im Verein: «Bildlich gesprochen wird daher der Schuh bald mal nicht mehr drücken, sondern wird dann einfach eine oder zwei Schuhnummern zu grosse sein oder vielleicht ganz unpassend, da er nicht mehr gefällt», meinte Barbara Beck weiter. Und sie fügte an: «Umso wichtiger ist es, dass wir zusammenhalten. Weil es zusammen viel lustiger ist und erst zusammen vieles erst möglich wird.» Des Weiteren konnte der Vorstand vermelden, dass die Hälfte des Jahresgewinns an die Familienhilfe Kanton Zug gespendet werde. Der Abend wurde mit einem Lottospiel beendet.

Für die Frauen Menzingen: Martina Müller