Vereine/Verbände
Tonnenschwere Solidarität

Rund 300 Zügelkisten voll von Hilfsgütern kamen für ukrainische Flüchtlinge zusammen.

Für die Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden Zug: Bernadette Thalmann
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Leiterin Conny Weyermann (rechts) und Initiantin Victoria Bucher stapeln die gesammelten Hilfsgüter.

Leiterin Conny Weyermann (rechts) und Initiantin Victoria Bucher stapeln die gesammelten Hilfsgüter.

Bild: PD

Vom Mittag des vergangenen Donnerstags bis zum Montagabend, 7. März, stapelten sich im und vor dem gelben Haus beim Zuger Kantonsspital riesige Mengen von Hilfsgütern. Gesammelt wurden sie von der katholischen und der reformierten Kirche im Kanton Zug. Conny Weyermann, stellvertretende Leiterin der Fachstelle Bildung-Katechese-Medien, leitete die Aktion.

Im Namen der beiden Kirchen spricht sie allen Spenderinnen und Spendern sowie den freiwilligen Helferinnen und Helfern ihren grossen Dank aus. Nebst Gütern des täglichen Gebrauchs wie Nahrungsmittel und Hygieneprodukte wurden auch Zügelkisten und Geld gespendet. Mit den Geldspenden konnten medizinische Produkte im Wert von über 800 Franken die Hilfslieferung ergänzen.

Ganz im Sinne von «ora et labora»

Conny Weyermann zeigt sich begeistert: «Ich bin überwältigt von der Solidarität der Zugerinnen und Zugern.» Ganz besonders freut sie sich auch darüber, dass sich die beiden Kirchen mit dieser Aktion tatkräftig und ganz im Sinne von «ora et labora» (bete und arbeite) engagierten. Im Kontakt mit der spendenden Bevölkerung sei es auch immer wieder zu berührenden Momenten mit Menschen ukrainischer Herkunft gekommen, erklärt sie.

Die Aktion kam auf Initiative der in der Schweiz lebenden 23-jährigen Russin Victoria Bucher zu Stande. Victoria Bucher scheute keinen Aufwand, um die notleidenden Menschen in der Ukraine, zu denen auch ein Teil ihrer Familie gehört, zu unterstützen.

Mehrere Tonnen Hilfsgüter unterwegs

Mehrere Tonnen gesammelte Hilfsgüter wurden schliesslich von vier Liefertransportbussen abgeholt. Diese sind nun auf dem langen Weg zur polnisch-ukrainischen Grenze unterwegs. Dort sollen die Hilfsgüter die zahlreichen Flüchtlinge, darunter auch viele Kinder und Babys, unterstützen.