Stadt Zug
Ein Rundholzbau, mehr Liegefläche und lauschige Buchten im Strandbad Zug

Die Erweiterung und Erneuerung des Strandbads Zug nimmt Fahrt auf und sollte 2025 abgeschlossen sein. Ein Überblick über die geplanten Neuerungen.

Vanessa Varisco
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Ein lichter, bogenförmiger Neubau wird Garderoben und ein Restaurant enthalten.

Ein lichter, bogenförmiger Neubau wird Garderoben und ein Restaurant enthalten.

Visualisierung: PD

Viele Zugerinnen und Zuger werden eine Erinnerung an das Strandbad Zug an der Chamerstrasse haben: So manch sommerliche Schulreise endete dort mit einer Abkühlung, auch trifft man sich dort gerne mit Freunden und der Familie. Da die Anlage aber bereits 1959 errichtet wurde und mittlerweile an ihre Kapazitätsgrenze stösst, drängt sich eine Erweiterung schon länger auf. Der Stadtrat beantragt nun einen Projektierungskredit über 1,5 Millionen Franken, um das Siegerprojekt des Projektwettbewerbs weiterverfolgen zu können.

Der Wettbewerb fand letztes Jahr statt. Mit dem ersten Preis zeichnete die Jury das Projekt «Corniche» deutlich vor den Konkurrenten aus. Es stammt von der Antón Landschaft GmbH, Zürich, sowie der Ana Sofia Gonçalves und Stephan Hausheer Architekten ETH GmbH. «Corniche» hat sich gegen 28 Konkurrenzprojekte durchgesetzt.

Der Familienbereich wird aufgewertet

Wie der Stadtrat in seinem Bericht schreibt, sieht das Siegerprojekt einen bogenförmigen Neubau im Nordosten der Oeschwiese vor, welche die Stadt nach jahrelangen Verhandlungen 2019 von den ehemaligen Eigentümern erwerben konnte. Im langgezogenen Baukörper aus Holz werden die neue Garderobe, ein Restaurant sowie der Haupteingang mit begrüntem Vorplatz und Brunnen entstehen.

Auf der Südseite öffnet sich der geschwungene Holzbau hin zu einer grosszügigen Spiel- und Liegewiese mit Bäumen und Weitblick über das Wasser. Das bestehende Kinderplanschbecken wird abgebrochen und im östlichen Areal zusammen mit einem Spielbereich neu erstellt. Im Gebiet der Erweiterung auf der Oeschwiese wird eine neue Bucht mit Sandstrand entstehen. Als Übergang zum bestehenden Uferbereich im Westen wird ein Nichtschwimmerbereich angelegt. Ein zusätzlicher Steg schliesst das Strandbad im südöstlichen Bereich der Oeschwiese ab.

Eine Wegverbindung zwischen Chamer Fussweg, dem Seeuferweg zum Hafen und ins Stadtzentrum wird gebaut. Das Badareal wird so auch in der kalten Jahreszeit nutzbar sein. Bäume und eine mit Kletterpflanzen bewachsene Pergola bieten im Sommer Schattenplätze. Für die Umsetzung des Projekts muss das Bootshaus durch die ehemalige Eigentümerschaft ein Stück weit verschoben werden.

2025 soll die Erweiterung eröffnet werden

Insgesamt wird die Erweiterung und Sanierung rund 13,5 Millionen Franken kosten. Über den Baukredit wird das Stadtzuger Stimmvolk nächsten Sommer entscheiden, wenn alles nach Plan läuft. Vorgesehen ist der Baustart im Herbst 2023, sodass die erweiterte Anlage 2025 eröffnet werden könnte. Trotz Bauarbeiten ist der Stadtrat bestrebt, einen Teil des Betriebs in der Saison 2024 aufrecht zu erhalten.