Vereine&Verbände
Sie spielen trotz hohem Alter

Der Mittwochmorgen gehört den Senioren des TC Hünenberg. Auf die Spieler ist man besonders stolz.

Für den TC Hünenberg: Erwin Flütsch
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Die über 80-Jährigen von links: Heinz Kastenhuber (83 Jahre), Hans Zumstein (80), Paul Arnet (81), Walter Christen (81), Hansruedi Troxler (81), Pietro Perrone (80), Herbert Huber (84), Tony Bühler (85), Erich Weber (86). Nicht alle sind vertreten auf dem Bild.

Die über 80-Jährigen von links: Heinz Kastenhuber (83 Jahre), Hans Zumstein (80), Paul Arnet (81), Walter Christen (81), Hansruedi Troxler (81), Pietro Perrone (80), Herbert Huber (84), Tony Bühler (85), Erich Weber (86). Nicht alle sind vertreten auf dem Bild.

Bild: PD

Seit vielen Jahren, genauer seit 18, gehört im TC Hünenberg der Mittwochmorgen den Senioren. 20 bis 25 treffen sich jeweils zum gemütlichen Doppelspiel und geniessen ihre gute Kameradschaft, und zwar im Sommer wie im Winter. Dann allerdings klimabedingt in der Halle im Bösch und gezwungenermassen nur zu zwölft. Ebenso treffen sich die Damen am Ladies Morning jeweils am Dienstag. Der TC Hünenberg ist diesbezüglich der aktivste Klub im Kanton Zug.

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Erstaunlich ist auch, wie gross die Zahl alter und noch älterer Spieler ist. Vor kurzem trafen sich die über 80-Jahrigen für eine Fotosession und ihre Zahl beträgt stolze elf Mann, der älteste bereits 86. Und die sind bei ihrem Trainingsbesuch bewundernswert fleissig. Wer will hier nicht zugestehen, dass bei gesundem Lebenswandel und etwas Glück Sport unter Kameraden nicht gesund erhält?

Die Mitglieder treffen sich auch ausserhalb des Vereins

Worin liegen denn die Gründe für diesen nachhaltigen Erfolg? Die Senioren sind zwar überzeugte und engagierte Klubmitglieder, praktisch bilden sie aber auch einen «Klub im Klub». Sie treffen sich nicht nur zum Spiel, sondern machen auch seit 15 Jahren jedes Jahr einen grossen Ausflug in die ganze Schweiz oder gar ins nahe Ausland und pflegen logischerweise auch einen intensiven persönlichen Kontakt untereinander, leiden mit bei gesundheitlichen schweren Problemen und Sorgen ihrer Kameraden.

Und dann braucht es für einen solchen Erfolg auch die richtigen Leute. Einerseits ist mit Heinz Kastenhuber, dem «Häuptling Silberlocke», wie er anerkennend und liebevoll manchmal genannt wird, ein kompetenter Kamerad da, der diesen Tennismorgen leitet. Nach seiner Pensionierung 2004 hat er den Gentlemen Morning gegründet. Und im TC Hünenberg ist man inzwischen stolz auf seine Seniorengruppe. Immerhin sind es elf Mann, die über 80 Jahre alt und noch aktiv sind. Auf der Liste stehen 45 Mann, auch alle anderen sind über 65. Wirklich aktiv sind rund 30. Für mich bemerkenswert, dass auch einst sehr starke Turnierspieler wie Stefan Franzen, Hans Zumstein oder Melik Maallem als jüngerer mit ihren schwächeren Kameraden mitspielen.

Bestens gelaunt führt Heinz die grosse Schar mit Kompetenz und Nachdruck und immer zu Gunsten der Gruppe, nicht einzelner Egoisten. Dass er dafür einen riesengrossen Dank verdient hat, ist allen Kameraden mehr als bewusst, und er hat diesen auch mehrfach und zu seiner grossen Freude erfahren dürfen.

«Aber es ist ja nicht nur der Sport als solcher, auch das gemeinsame Zusammensitzen, sich um Gott und die Welt zu ‹streiten›, sich gegenseitig auf den Arm zu nehmen und sich selbst nicht mehr so wichtig zu nehmen, macht den Erfolg aus», meint «Häuptling Silberlocke».

Andererseits braucht es aber auch Kollegen, welche sich einordnen, die Spieleinteilungen vorbehaltlos akzeptieren und ihre privaten Befindlichkeiten zurückstellen. Vor Corona habe ich als Mitglied im TC Baar im Winter an vielen Morgen bei ungerader Teilnehmerzahl aushelfen dürfen (und ich schreibe bewusst dürfen) und immer wie-der bewundert, dass dies so ist. Heinz leitet ja nicht nur rund 30 Senioren, das sind alles erfahrene Männer, erfolgreiche Berufsleute, die selber auch wissen, wie das Leben zu organisieren ist. Und trotzdem oder erst recht gehorchen sie und geniessen deshalb ihre so tolle Kameradschaft umso mehr.

Als Seniorenverantwortlicher in der Zuger Regionalvereinigung 2008–2020 habe ich meine Kameraden viele Jahre beobachtet – und auch beneidet. Ich wünsche ihnen allen und insbesondere Heinz Kastenhuber noch viele Jahre guter Gesundheit und Freude bei unserem so tollen Sport.