Streetfood an der Zuger Messe: Pita und Momo auf die Hand

Zum zweiten Mal in Folge setzen die Veranstalter auf sogenannte Streetfoodstände.

Fabian Gubser
Drucken
Blick ins Streetfood-Zelt der Zuger Messe, wo Essen aus aller Welt angeboten wird. (Bild: Maria Schmid, Zug, 23. Oktober 2019)

Blick ins Streetfood-Zelt der Zuger Messe, wo Essen aus aller Welt angeboten wird. (Bild: Maria Schmid, Zug, 23. Oktober 2019)

Authentisch, bezahlbar und schnell soll es sein: Streetfood. Das schnelle Essen ist in Mode – auch bei der Zuger Messe. In der Halle B11 stehen sie: einfache Zelte und schicke Chromanhänger. Ihr Angebot reicht von Fisch über Falafel bis zu Burger. Wir haben zwei Stände besucht.

Dienstagabend, 17 Uhr. In der Halle B11 ist nicht viel los. Gleich am Eingang fällt ein Zelt auf, in dem sich die Dampfkochtöpfe stapeln. Der Stand des Tibet-Asia Catering aus Zürich wirbt mit tibetischen Teigtaschen – gegart (Momo) oder frittiert (Sha-Pale). Hinter dem Tresen steht Yangzom Rytsakhu und wartet auf Kundschaft. Die junge Frau erzählt, dass ihre Mutter den Familienbetrieb vor 15 Jahren gegründet habe. «Seit ich es schaffe, die Momos hinzubekommen, darf auch ich helfen», sagt sie mit einem Grinsen. Bei der veganen Version der Momo lassen sich zugegebenermassen nicht alle Zutaten herausschmecken. Auf jeden Fall ist die Füllung aus Kartoffeln, Spinat, Erbsen, Chabis und Tofu geschmacklich interessant. Zu empfehlen ist die hausgemachte scharfe Sauce. Sechs Momos schlagen mit 13 Franken zu Buche.

Rytsakhu verkauft zum ersten Mal an der Zuger Messe. Unter der Woche sei es ziemlich ruhig, sagt sie, die sich schon jetzt aufs Wochenende freut, wenn der Besucherstrom wieder anschwellen wird. Die Besucher wirken auf Rytsakhu «herzig» und freundlich. Sie bestätigt, dass Momos zurzeit sehr im Trend liegen – bei älteren Leuten jedoch etwas weniger als bei den jüngeren. Am schönsten sei es für sie, wenn jemand die Speise zum ersten Mal für sich entdecke.

Basel–Zug–Basel, einmal täglich

Aus einem weissen Stand um die Ecke erklingt griechische Musik. Im Innern steht Giorgos Techlemtzis. Lässig pfeift er zur lüpfigen Melodie. Angeschrieben ist sein Anhänger mit «Yam Yam Greek». Der 42-Jährige bereitet Pitas zu – mit Halloumi, Huhn oder Schwein. Das Besondere bei seinem Stand sei, so Techlemtzis, dass er nur frische Zutaten verwende. Dafür fahre er jeden Tag in seine Wahlheimat Basel zurück. «Manchmal schlafe ich nur drei Stunden!», sagt Techlemtzis. Bei seiner Halloumi-Pita schmecken besonders die Tomaten, der Spinat und die Basilikumsauce vorzüglich.

Ob die (hausgemachten) Pommes frites fester Bestand einer klassischen Pita sind, ist bestimmt Geschmackssache. Der Preis von zwölf Franken erscheint wie bei den Momos nicht gerade günstig. Früher hat Techlemtzis als Küchenchef in Griechenland gearbeitet, später als Lagerarbeiter in der Schweiz. Seit zwei Jahren tingelt er nun mit seinen zwei Essständen von Anlass zu Anlass. Die Zuger Messe sei für ihn interessant, da sie insgesamt neun Tage dauere – deutlich länger als beispielsweise ein Open-Air-Festival. Das Publikum in Zug beschreibt Giorgos als gemütlich und gemischt. Bis jetzt liefe es gut, sagt Techlemtzis, aber es könne noch besser sein. Und schon bestellt die nächste Kundin eine Pita…