Oberägeri
2021 war für das Ägeribad herausfordernd

Corona verlangte von allen Beteiligten viel Flexibilität. Neue, angepasste Angebote wurden deshalb rasch und pragmatisch geschaffen, damit trotz Lockdown das Bad im möglichen Rahmen geöffnet bleiben konnte.

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Erneut waren die Verantwortlichen coronabedingt gezwungen, das Bad für die breite Öffentlichkeit zu schliessen – insgesamt für 160 Tage. «Währenddessen war es uns wichtig, der Bevölkerung trotzdem Schwimmmöglichkeiten zu bieten», wird Geschäftsführer Tobias Herger in einer Medienmitteilung der Gemeinde Oberägeri zitiert.

Mit beispielsweise dem Beibehalten des Schulschwimmens oder neuen Angeboten wie den Jugendnachmittagen bis 16 Jahre sowie den sogenannten Schwimmbahnslots für jeweils 15 Personen während anderthalb Stunden. «Wir nutzten die Zeit auch für die Jahresrevision und tauschten die bestehenden Armbänder für die Garderobenkästchen durch eine stabilere Version aus.»

Besondere Angebote geschaffen

Viele Events für Gross und Klein – vor allem während der Adventszeit – lockten zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Ein besonderes Highlight war das «Kino @ Pool». Über 120 Gäste genossen im Multifunktionsbecken den Kinderweihnachtsfilm «Pettersson und Findus».

Rückblickend schliesst das Ägeribad das 2021 mit sehr erfreulichen Besucherzahlen von rund 130’000 Gästen ab. «Somit erreichten wir fast das Vorjahresniveau, obwohl zusätzliche Coronamassnahmen wie 3G oder 2G+ den Betrieb einschränkten», so Tobias Herger.

Die herausfordernden Wochen und Monate schlugen sich auch auf die finanziellen Entwicklungen nieder. Die Beiträge der Gemeinden Oberägeri und Unterägeri beliefen sich total auf rund 1,6 Millionen Franken und damit nach wie vor rund 900'000 Franken über den ursprünglich vorgesehenen jährlichen Betriebskosten, exklusiv Erneuerungsfonds.

Positiv blickt die Ägeribad AG ins neue Jahr: Massnahmen zur Erhöhung der Besucherfrequenzen im Restaurant Lago sowie zur Optimierung von laufenden Betriebskosten bei einem uneingeschränkten Betrieb stehen im Fokus im Jahr 2022.

Vor genau einem Jahr übernahm Evelyn Rust das Verwaltungsratspräsidium von Pius Meier – zeitgleich mit der Aufhebung vieler Coronamassnahmen und der damit verbundenen erneuten Öffnung für die breite Öffentlichkeit. «Die Freude war gross, die Herausforderungen blieben. Die erneute Schliessung machte uns wirtschaftlich zu schaffen», wird Verwaltungsratspräsidentin Evelyn Rust zitiert.

«Auch im neuen Jahr gilt es, die Besucherzahlen weiterhin hoch zu halten, die Betriebsabläufe laufend zu optimieren, das Kurswesen auszubauen und die Bedürfnisse der Badegäste zu erfüllen. Das Team um Tobias Herger hat wiederum einiges geplant» freut sich Evelyn Rust.

Mit dem Rücktritt von Josef Ribary als Gemeindepräsident wird auch sein Platz im Verwaltungsrat frei. Diesen übernimmt neu Gemeinderat Roland Müller aus Unterägeri. Zu seiner neuen Aufgabe: «Das Ägeribad ist ein Bijou und beliebt bei allen Generationen. Dass ich meinen Beitrag zu einer erfolgreichen Zukunft des Bads leisten kann, freut mich sehr.» (haz)