Leserbriefe
Lesermeinungen zur möglichen Abschaffung der Emissionsabgabe

Zum eidgenössischen Urnengang vom 13. Februar

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Adrian Risi betitelt in seinem Forum-Beitrag vom 15. Januar das Mediengesetz mit «Bankrotterklärung». Er zieht ausgiebig über alle «linken» Medienschaffenden her. Ein konkretes, nachvollziehbares Argument gegen das Mediengesetz bleibt er schuldig. Dass er die Stirn hat, seine Schreibe der «linken» «Zuger Zeitung» zur Publikation anzubieten, irritiert mich.

Am 25. Januar ereifert er sich in einem Leserbrief, wieder in der «linken» «Zuger Zeitung» gegen die Emissionsabgabe. Ich entgegne ihm: Wenn ein Unternehmen bei einer Kapitalerhöhung jenseits von einer Million Franken ein Problem hat, ein Prozent (ein Prozent) abzuliefern, macht man es am besten gleich dicht.

Ernst Boller, Hagendorn


Mit der Abschaffung dieser unsinnigen Abgabe können wir KMU und Familienunternehmen entlasten. Vom aktuellen Regime sind 80 bis 90 Prozent kleine und mittlere Unternehmen betroffen. Wir reden von rund 2300 Firmen, die jährlich diese Steuer bezahlen müssen. Diese Hürde reduziert das Eigenkapital und die Liquidität. Es trifft genau die Betriebe, die weiter ausbauen und sich entwickeln möchten. Dies verhindert neue Stellen und Investitionen. Investitionen, die auch Partnerfirmen, Zulieferer und auch die Bauwirtschaft begünstigen würden.

Wenn wir also Ja sagen zur Abschaffung der Stempelabgabe, stärkt das unsere gesamte Wirtschaft und den Wohlstand in der Schweiz.

Karl Nussbaumer, Kantonsrat SVP, Menzingen


Am 13. Februar stimmen wir über die Abschaffung einer der drei Stempelsteuern, der Emissionsabgabe, ab. Diese ist eine Steuer, welche erhoben wird, wenn ein Unternehmen Eigenkapital aufnimmt oder erhöht.

Die Abschaffung der Emissionsabgabe wird als eine Massnahme für krisenbetroffene KMU verkauft. Dabei wird behauptet, dass dies Wachstum generieren und Arbeitsplätze schaffen wird. Die Wahrheit ist, dass es schlichtweg ein weiteres Steuerprivileg für Grosskonzerne ist. Die Profiteure werden neben Grosskonzernen Banken und Versicherungen sein. Denn selbst für Jungunternehmen spielt die Emissionsabgabe keine grosse Rolle, da sie erst ab einer Kapitalerhöhung von einer Million anfällt und dazu nur ein Prozent beträgt.

Es ist ein weiterer Teil der Steuerpolitik des Bundes, welche kontinuierlich Kapital auf die Kosten der Bürgerinnen und Bürger entlastet, denn für die jährlichen Steuerausfälle von ca. 250 Millionen werden diese aufkommen müssen. Sei es durch höhere Steuern oder durch den Abbau von staatlichen Leistungen.

Damit nicht bald nur noch Lohn, Rente und Konsum besteuert werden, sage ich am 13. Februar klar Nein zum Stempelsteuer-Bschiss.

Jana Kürzi, Zug