Kommentar «Chefsache»
Menzingen und Risch: Kleine Dörfer zeigen ein grosses Herz. Das ist grossartig!

Was die kleine Gemeinde Menzingen momentan an Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine lebt, kann Vorbild für den Kanton Zug sein. Auch und vor allem zwischen Krisenzeiten.

Harry Ziegler
Harry Ziegler
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Gemäss Fachstelle für Statistik des Kantons Zug lebten in Menzingen Ende 2020 4540 Personen. In diesem Jahr wird die in der Gemeinde wohnende Bevölkerung um mehr als 300 Personen wachsen. Nicht natürlich, sondern aus Solidarität. Denn die Gemeinde schafft in Zusammenarbeit mit der Luegeten AG, dem Kloster und dem Kanton 320 Plätze, um ukrainische Flüchtlinge unterzubringen.

Grossartig! Grossartig aber auch, wie beispielsweise die Gemeinde Baar im Kloster untergebrachte ukrainische Kinder in ihren Schulen aufnimmt. Solidarisch zeigen sich aber auch andere Gemeinden. Die Gemeinde Risch beschult geflüchtete Kinder, die im ehemaligen Hotel Waldheim Aufnahme finden.

Menzingen führt bereits eine Klasse mit 17 Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine, weitere sind geplant. Die Gemeindeschule Menzingen wird momentan und in Zukunft überproportional beansprucht.

Menzingen, alle engagierten Zuger Gemeinden und der Kanton setzen mit ihrem Tun ein starkes Zeichen, was Solidarität in der Krise bewirken kann. Diese in Krisenzeiten gelebte Solidarität muss als Zeichen gelten, wie das Leben miteinander auch in krisenfreien Zeiten funktionieren müsste. Nicht fragen, was können wir tun – machen.

Baar, Menzingen oder Risch, dieses grosse und die kleinen Dörfer, zeigen ein grosses Herz. Und leben vor, was künftig ein Modell für alle im Kanton Zug sein muss: Kleiner Kanton – grosses Herz.