Kolumne «Standpunkt»
Politische Taten statt leere Wahlversprechen

Etienne Schumpf, Stadtratskandidat und Gemeinderat FDP, schreibt über seine Anliegen.

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Blick auf einen Teil der Zuger Altstadt.

Blick auf einen Teil der Zuger Altstadt.

Bild: Stefan Kaiser (28. Juni 2021)

Für mich gibt es keine wichtigere Berufung als den Dienst am Staat und an der Öffentlichkeit. Auf diesem Weg möchte ich Ihnen als Stadtratskandidat aber keine leeren Wahlversprechen für die Zukunft machen, sondern an meinen politischen Taten der Vergangenheit gemessen werden.

Ich bin überzeugt, dass jede Person, jede Familie die Möglichkeiten und Chancen haben sollte, um ihr Leben so zu gestalten, wie sie es gerne möchten. In den letzten Jahren durfte ich mich zusammen mit meinen Fraktionskollegen der FDP entscheidend dafür einsetzen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleistet ist.

Aufgrund unserer Motion wurde das Gutscheinmodell eingeführt, sodass heute genügend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen und es keine Wartelisten mehr gibt. Im Mai dieses Jahres haben wir ein weiteres Postulat eingereicht, dass bezahlbare Kinderbetreuungskosten für alle Altersstufen fordert und die Kinderbetreuung im Vorschulalter erschwinglicher machen soll. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss auch in der Stadt Zug für alle möglich sein.

Für mich ist aber auch entscheidend, dass unsere Infrastruktur und Mobilität weiter entwickelt und in eine Aufwertung des Stadtzentrums investiert wird. Ein einfacher Stadttunnel ist die wichtigste Voraussetzung für ein verkehrsarmes und lebenswertes Stadtzentrum mit Flaniermeilen, einem sicheren Veloverkehrsnetz, Strassencafés und Begegnungszonen. Dazu haben wir von der FDP im Jahre 2021 eine Motion eingereicht, welche liberale Eckpfeiler für die zukünftige Mobilität setzen soll. Wichtig dabei ist, dass die unterschiedlichen Verkehrsträger – sei es Auto, Velo oder Fussgänger, nicht gegeneinander ausgespielt werden. Miteinander statt gegeneinander ist mein Credo bei der Verkehrsplanung, das überall wo möglich zur Anwendung kommen muss.

Mir ist es aber auch ein grosses Anliegen, dass jede Person ob Jung oder Alt, die in der Stadt Zug ein Zuhause gefunden hat, nicht wegen zu hohen Mietpreisen wegziehen muss. Eine gesunde Durchmischung aller Bevölkerungsschichten erachte ich als eine wichtige Voraussetzung für eine lebenswerte Stadt. Im Jahre 2021 haben wir eine Motion eingereicht, die mehr bezahlbaren Wohnraum fordert. Dies soll mit liberalen Rezepten erreicht werden, wonach private Anbieter wie Genossenschaften, Korporationen mehr Anreize und Möglichkeiten haben, bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können. Heute liegt der Anteil von preisgünstigen Wohnungen in der Stadt Zug bei 14 Prozent. Gemäss unserer FDP-Motion soll dieser Anteil langfristig auf 20 Prozent erhöht werden. Dabei darf aber auch nicht vergessen werden, für das Gewerbe attraktive Rahmenbedingungen und für die zahlreichen Vereine genügend und gutes Platzangebot zur Verfügung zu stellen.

Diesbezüglich ist es mir sehr wichtig, dass wir dem EVZ keine weiteren politischen Stolpersteine in den Weg legen. Die FDP hat sich von Anfang an hinter die Ausbaupläne der Bossard Arena des EVZ gestellt und ich möchte diesem Anliegen auch als Stadtrat besonderen Nachdruck verleihen. Ich möchte Ihnen keine Wahlversprechen für die Zukunft machen. Mir ist es wichtiger, meine politischen Schwerpunkte und Taten auch als Stadtrat mit viel Leidenschaft weiter zu führen. Vielen Dank für Ihre Stimme und Ihre Unterstützung.

In der Kolumne «Standpunkt» äussern sich Mitglieder des Grossen Gemeinderats Zug zu frei gewählten Themen. Ihre Meinung muss nicht mit jener der Redaktion übereinstimmen.