Klimawandel
Am 14. November findet in Zug eine Klimademo statt

Die Organisatorinnen und Organisatoren vom Klimastreik Zug wollen die Grosskonzerne zur Verantwortung ziehen.

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«Im Juli hat die Zuger Wirtschaftskammer den CO2-Ausstoss in Zug untersucht. Die Analyse hat ergeben, dass der Verkehr und die Heizungen die grössten Faktoren darstellen und auch den grössten Hebel bilden. Dies beweist ein weiteres Mal ein fehlendes Verständnis für das Ausmass der Klimakrise», schreiben die Verantwortlichen des Klimastreiks Zug in einer Medienmitteilung.

Der Klimastreik Zug organisiert deshalb am 14. November um 14 Uhr eine «nationale Klimagerechtigkeits-Demonstration». Die in Zug ansässigen Konzerne seien für etwa 1,5 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich, schreiben die Organisatorinnen und Organisatoren.

«Die Klimakrise wurde primär in den Ländern im Globalen Norden verursacht, doch die Länder im Globalen Süden leiden früher und stärker unter den Folgen dieser Krise.» Länder wie die Schweiz würden die Produktion von Gütern stark ins Ausland verlagern und zusätzlich würden Länder des Globalen Nordens mittels CO2-Kompensationen die Verantwortung verlagern, anstatt die Emissionen im Inland konsequent zu reduzieren.

«Sinnbild einer gescheiterten Klimapolitik»

«Diese umweltzerstörerischen und menschenverachtenden Strukturen sind letztlich Ausdruck unseres neo-kolonialistischen und profitorientierten Systems mit Wachstumszwang», wird Erich Schmidiger aus Baar in der Mitteilung zitiert.

Die Studie der Zuger Wirtschaftskammer verortet die grössten Baustellen zur CO2-Reduktion im Verkehr und bei den Heizungen. «Gleichzeitig werden Grosskonzerne wie Glencore, Nordstream, Holcim und BHP Billiton, welche alle den Hauptsitz in Zug haben, von der Studie nicht einmal erfasst», schreibt die Zuger Klimastreik-Gruppe. Auch wenn Verkehr und Heizungen angegangen werden müssten, so sei das Ignorieren der Grosskonzerne das «Sinnbild einer gescheiterten Klimapolitik». Die Klimakrise sei schon jetzt deutlich spürbar - im Globalen Süden noch stärker als im Globalen Norden. «Klimagerechtes Handeln kann nicht länger warten!», fordert Nina Abächerli aus Menzingen. (rh)