Vereine&Verbände
Erfolgreiche erste Session des Chamer Kinderparlaments

Das neugegründete Kinderparlament in Cham hat Ende März seine erste Session durchgeführt. 15 motivierte Kinder politisieren von nun an über Themen, die für ihre Generation bedeutend sind. Dabei standen Themen wie sichere Velowege, naturnahe Orte, Littering und Mobbing im Fokus.

Für die Gemeinde Cham: Michelle Abegg
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An der ersten Session des Kinderparlaments in Cham wurden Themen wie sichere Velowege, naturnahe Orte, Littering und Mobbing besprochen.

An der ersten Session des Kinderparlaments in Cham wurden Themen wie sichere Velowege, naturnahe Orte, Littering und Mobbing besprochen.

Bild: PD

Der Startschuss für das Kinderparlament in Cham ist gefallen. Ende März trafen sich die 15 kleinen Parlamentarierinnen und Parlamentarier zur ersten Session im Lorzensaal.

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Gemeinderätin Christine Blättler-Müller begrüsste die jungen Gäste im Namen des Chamer Gemeinderates zu diesem ereignisreichen Anlass, dankte ihnen für ihre Bereitschaft im Kinderparlament mitzuwirken und motivierte jedes einzelne Kind, sich für seine Anliegen und Rechte einzusetzen. «Meine Eltern haben mir beigebracht, dass, wenn ich mit etwas nicht einverstanden bin und finde, das sei nicht gerecht, dann solle ich das sagen – laut und deutlich, aber anständig», erinnert sich Christine Blättler-Müller, Gemeinderätin und Vorsteherin Soziales und Gesundheit, zurück an ihre Kindheit und erste Berührungen mit der Politik.

Demokratie und Kinderrechte

Die 11-jährige Elin präsentiert ihre Ideen am ersten Kinderparlament in Cham

Die 11-jährige Elin präsentiert ihre Ideen am ersten Kinderparlament in Cham

Bild: PD

Doch was bedeutet eigentlich Politik? Wie funktioniert eine Demokratie? Diese und weitere Fragen wurden anhand eines kindgerechten Erklärvideos beantwortet. Durch verschiedene Spiele lernten sich die Kinder besser kennen und wurden über ihre Rechte als Kinder in der Schweiz aufgeklärt.

Noah (12 Jahre, links im Bild) und Altair (13 Jahre, rechts im Bild) reizt es beim Kinderparlament mitzuwirken, da sie sich aktiv bei der Gestaltung der Gemeinde miteinbringen können.

Noah (12 Jahre, links im Bild) und Altair (13 Jahre, rechts im Bild) reizt es beim Kinderparlament mitzuwirken, da sie sich aktiv bei der Gestaltung der Gemeinde miteinbringen können.

Bild: PD

Dabei tauten die jungen Chamerinnen und Chamer immer mehr auf. «Ich mache im Kinderparlament mit, weil ich da meine Meinung sagen kann, was es in Cham für die Kinder braucht», erzählte der 13-jährige Altair begeistert. Und genau darum ging es. Die Kinder setzten sich damit auseinander, was ihnen in Cham gefällt und was sich aus ihrer Sicht ändern müsste oder noch fehlt. Die schönen Plätze am See schätzt die junge Bevölkerung besonders, genauso wie die Bewegungsmöglichkeiten in Cham. Zur Frage, wofür sich das Kinderparlament einsetzen soll, hatten die Kinder verschiedene Anliegen, wie mehr naturnahe Orte, sichere Velowege, weniger Abfall, gegen Mobbing oder für einen vielseitigen Freizeitpark. Eines der Mitglieder des Chamer Kinderparlaments, die 11-jährige Lia, meinte: «Ich finde es wichtig, dass beim Bau von neuen Gebäuden in Cham, ein Platz für kleine Tiere in der Natur mit eingeplant wird.» Alle Anliegen wurden aufgenommen und anschliessend zwei Arbeitsgruppen zu den Themen «Umwelt – mehr naturnahe Orte» und «Bewegungs- und Freizeitpark» gebildet. Diese werden sich bis im Herbst mehrmals treffen, um an der zweiten Session ihre Arbeit zu präsentieren und einen allfälligen Antrag zur Abstimmung bringen zu können.

Die Begeisterung und das Engagement in der ersten Session war beeindruckend. «Ich bin stolz, dass die heutigen Kinder sich in ihrer Freizeit damit beschäftigen möchten, wie unsere Gemeinde verändert und verbessert werden kann und sie dadurch erste Berührungspunkte mit dem politischen System erhalten», sagt Gemeinderätin Christine Blättler-Müller.