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Kampfstarke Zuger Unihockeyaner forderten Leader GC und verloren mit 4:6 knapp

Nach dem wichtigen Heimsieg gegen die Unihockey Tigers (8:6) unterlag Zug United 24 Stunden später dem ungeschlagenen Leader GC mit einem knappen Resultat.

Peter Rohner
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Im Spiel gegen Langnau war Zug noch überlegen.

Im Spiel gegen Langnau war Zug noch überlegen.

Bild: Jan Pegoraro (Zug, 6. November 2021)

Die beiden Spiele von Zug United am Wochenende boten gute Unterhaltung bis zum Ende. Sowohl gegen die Unihockey Tigers als auch gegen GC jagte zum Schluss das Team, das im Rückstand lag, ohne Goalie und mit einem zusätzlichen Feldspieler den Ausgleich. In beiden Fällen jedoch erfolglos. Am Samstag war die Hypothek der Tigers mit einem Vier-Tore-Rückstand zu gross und am Sonntag spielten die Zuger bei GC zu umständlich. Überhaupt bestraften sich die Zentralschweizer in der Hardau selbst für einen eigentlich beherzten Auftritt. Wohl kontrollierten die Stadtzürcher über weite Strecken den Ballbesitz, doch verteidigten die Zuger leidenschaftlich und liessen nur wenige Chancen zu. Jedoch schlichen sich im eigenen Spiel mit Ball immer wieder kleine Fehler ein, die GC im Stile des souveränen Leaders mit sechs Nationalspielern in den eigenen Reihen eiskalt bestrafte.

Unihockey Zug United spielte am Samstag gegen Langnau.

Unihockey Zug United spielte am Samstag gegen Langnau.

Bild: Jan Pegoraro (Zug, 6. November 2021)

Besonders ärgerlich aus Zuger Sicht war der 3:3-Ausgleich der Grasshoppers kurz vor Ende des zweiten Drittels. Severin Nigg und Manuel Staub verloren im Aufbau den Ball an Noel Seiler, der den freistehenden Paolo Riedi vor dem Tor bediente. Der Bündner in den Zürcher Reihen hatte GC schon im ersten Drittel in Führung gebracht – ebenfalls nach einem Ballverlust der Zuger in der direkten Folge eines Freischlags. Christoph Meier schaltete blitzschnell um, startete den Konter und bediente Riedi wunderbar. Doch die Zuger vermochten das Spiel durch André Andersson, der einen schönen Angriff über mehrere Stationen mit einem platzierten Handgelenkschuss abschloss, und Noel Knüsel, der von einem Fehler Alessandro Alliatas profitierte, noch vor der ersten Pause zu wenden.

Zuger Vorsprung hielt keine zwei Minuten an

Das 2:2 durch Tobias Heller, nach dem vermutlich schönsten Assist des Tages durch Christoph Meier (hinter dem Tor, hinter dem Rücken und Backhand), beantwortete Oliver Bäcklin, der eine ideale Vorlage von Tobias Flütsch am weiten Pfosten über die Linie drückte. Weil aber Riedi mit seinem zweiten Tor eben noch vor der zweiten Pause die Partie abermals ausglich, hielt der Zuger Vorsprung nur 102 Sekunden. Und schliesslich war Riedis dritter Treffer, abermals nach einem ungenügenden Auslösungspass direkt auf den Stock von Christoph Meier, nach knapp zwei Minuten im Schlussdrittel kursweisend.

Das 5:3 von GC, durch Moritz Wenk beantwortete wohl Severin Nigg nur sechs Sekunden später, doch die letzten Bemühungen der Zuger blieben erfolglos. Vielmehr stellten sich dilettantisch an, als GC einen Freischlag in der Offensive-Ecke erhielten. Verteidiger Tobias Heller nahm das Geschenk an und stellte 26 Sekunden vor Schluss den zehnten Sieg im zehnten Spiel für GC sicher.

Oliver Bäcklin brachte die Zuger in Führung

Oliver Bäcklin.

Oliver Bäcklin.

Bild: Jan Pegoraro (Zug, 6. November 2021)

Erfolgreicher war das Spiel der Zuger am Vortag gewesen. Im Duell mit dem direkten Konkurrenten um einen Playoff-Platz, die Unihockey Tigers aus Langnau, gelang es den Zentralschweizern, immer wieder vorzulegen. Gleichermassen wichtig und sehenswert war das 4:3 kurz nach Spielmitte durch Oliver Bäcklin – nur 32 Sekunden nach dem dritten Ausgleich der Berner. Der Schwede vollendete eine Kombination, in der alle Zuger Spieler auf dem Feld in Folge am Ball waren. Und im dritten Drittel schloss Alexander Larsson, der nach seiner auskurierten Kreuzbandverletzung langsam wieder in Fahrt kommt, einen Konter ab. Erstmals lag Zug nun mit zwei Toren im Vorsprung.

Wichtiger Sieg für die Zuger

Den Anschlusstreffer durch einen wuchtigen Distanzschuss Stefan Siegenthalers beantwortete André Andersson mit einem Penalty. Als Adrian Furger mit einem Sololauf über das ganze Feld sechs Minuten vor Schluss auf 7:4 stellte, nahm Gäste-Coach Mathias Gafner erst sein Time-out und dann den Goalie für einen zusätzlichen Feldspieler vom Feld. Vorerst resultierte indes nur der achte Zuger Treffer aus dieser Massnahme. Die Tigers blieben jedoch aufsässig und es gelangen ihnen noch zwei Treffer. Weil aber das 6:8 erst 20 Sekunden vor Schluss fiel, brachten die Zuger den wichtigen Sieg letztlich sicher über die Runden.