Initiative
Zuger Velonetz-Initiative ist eingereicht

Mit über 2150 beglaubigten Unterschriften reichten die Alternative – die Grünen Kanton Zug, Pro Velo Zug und der VCS Zug die Zuger Velonetz-Initiative ein.

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Viele Velowege enden im Kanton Zug ausgerechnet an Gefahrenstellen, sie sind nicht durchgehend signalisiert oder es müssen grössere Umwege in Kauf genommen werden, heisst es in einer Medienmitteilung der ALG. Sie, Pro Velo und der VCS Zug reichten die Zuger Velonetz-Initiative vor der letzten Kantonsratssitzung am 2. Juni ein.

Die Initianten bei der Einreichung der Velonetz-Initiative.

Die Initianten bei der Einreichung der Velonetz-Initiative.

Bild: Vanessa Varisco

Von Velofahrenden werde erwartet, dass sie Fussgängerstreifen benutzen, um sicher auf die andere Strassenseite zu gelangen. Die Zuger Gemeinden sind zu wenig sicher beziehungsweise zu wenig attraktiv miteinander verbunden.

Aktuell überarbeiten alle 11 Gemeinden ihre Ortsplanung. Dabei muss dem Velonetz eine hohe Priorität zugeordnet werden. Aber auch die Zuger Regierung muss in die Pedalen treten und die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Initianten haben acht Forderungen:

  1. Alle wichtigen Wohn- und Arbeitsgebiete im Kanton Zug sind durch ein direktes, durchgehendes und komfortables Veloverkehrsnetz verbunden.
  2. Der Veloverkehr wird vom Autoverkehr und dem Fussgängerbereich möglichst separiert (Velobahnen).
  3. Falls eine Hauptveloverkehrsachse entlang der Hauptstrasse läuft, wird eine physisch getrennte Spur geführt.
  4. An den Zielorten stehen genügend Velo-Parkplätze zur Verfügung. Sie sind möglichst gedeckt und verfügen über E-Bike-Ladestationen.
  5. Die Gemeinden sorgen innerorts für sichere und attraktive Verbindungen für Einkaufs-, Schul- und Arbeitswege.
  6. Der Veloverkehr ist durch weitere geeignete Massnahmen zu fördern.
  7. In jeder Strassenbauvorlage ist die Veloverkehrsverträglichkeit separat auszuweisen.
  8. Der Kanton erstattet regelmässig dem Kantonsrat Bericht über den Stand der Umsetzung der Velonetz-Initiative.

Laut Mitteilung zeigte Pro Velo bereits 2020 in einem Bericht allfällige Schwachstellen im Zuger Velonetz auf. (haz)