Gemeindeversammlung
Hünenberger Ortsparteien sind sich in den meisten Punkten einig – bei der Steuersenkung dürfte es hingegen Diskussionen geben

An der Gemeindeversammlung am 12. Dezember um 19.30 Uhr im Saal Heinrich von Hünenberg dürfte vor allem die Motion der SVP zu reden geben, den Steuerfuss auf 59 Prozentpunkte zu senken.

Linda Leuenberger
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Es sieht danach aus, als würden an der Hünenberger Gemeindeversammlung kommenden Montag alle Anträge des Gemeinderats durchkommen. Das heisst: Wahrscheinlich wird die Stimmbevölkerung die Kredite für die Sanierung des Schulhauses Matten und des Skateparks sprechen, ebenso wie die Kredite für die IT-Infrastruktur von Schulen und Verwaltung und für den Entwässerungsplan.

Zumindest werden die Ortsparteien Mitte, FDP, SVP und grünes Forum diesen Anträgen folgen, wie sie auf Anfrage mitteilen. Die SP und die GLP haben nicht geantwortet.

Diskussionen beim Steuersatz

Zu Diskussionen dürfte es beim Budgettraktandum kommen: Die Ortsparteien werden das Budget zwar genehmigen, bei der damit verbundenen Motion der SVP sind sie sich hingegen uneins. Die SVP hatte beantragt, den Steuerfuss von 65 auf 59 Prozentpunkte zu senken – nicht nur auf 60, wie es der Gemeinderat vorsieht.

Die Mitte und das grüne Forum werden anders als die FDP und SVP den Antrag ablehnen. Die meisten Einwohnerinnen und Einwohner würden den einen Prozentpunkt im Portemonnaie kaum bemerken, schreibt die Mitte. «Der Gemeinde aber fehlt das Geld und eine baldige Steuerfusserhöhung wäre wahrscheinlicher.»

Die Motion der IG Zythusplatz will keine der Ortsparteien annehmen. Die IG hatte beantragt, bei der S-Bahn-Station Zythus Ladestationen für E-Autos zu erstellen. «Aufgrund des möglichen Eigentümerwechsels scheint die Investition nicht sinnvoll», schreibt die Mitte. Die Planung solcher öffentlichen Ladestationen solle fürs ganze Dorf verfolgt werden.