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Forum für Berufsbildende – endlich wieder vor Ort

Das Amt für Berufsbildung hat nach vierjähriger Unterbrechung das Forum für Berufsbildende durchgeführt. Es trafen sich über 100 interessierte Berufsbildende und Akteure im Lorzensaal in Cham.

Für den VDS:
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Ein Dachdecker bei der Arbeit.

Ein Dachdecker bei der Arbeit.

Bild: Sigi Tischler / KEYSTONE

Das Amt für Berufsbildung hat nach vierjähriger Unterbrechung das Forum für Berufsbildende durchgeführt. Am 5. Oktober trafen sich über 100 interessierte Berufsbildende und Akteure in der Berufsbildung im Lorzensaal in Cham und diskutierten über verschiedene Themen rund um die Berufsbildung.

Das Thema der neunten Ausgabe des Berufsbildnerforums lautete «Lernende mittendrin – Spannungsfeld Berufslehre und Gesellschaft» und damit war auch klar, worum es am Anlass geht: die Herausforderungen der Lernenden und ihrer Ausbildenden im Praxisalltag.

Prof. Dr. Allan Guggenbühl, Zürcher Psychotherapeut und erfolgreicher Buchautor, referierte darüber, wie die Berufslehre für den Betrieb und die Lernenden zu einem Erfolgserlebnis werden könne: «Die Berufslehre ist für junge Menschen ein einschneidender Lebensabschnitt. Sie verlassen die Kindheit endgültig und werden mit einer Lebenswelt konfrontiert, in der Pflichten wichtig sind, man Verantwortung trägt und der persönliche Einsatz zählt.» Und er lieferte auch gleich praktische Anwendungshilfen für die Berufsbildenden: «Die Jugendlichen sollen merken, dass sie wichtig sind», so Guggenbühl und führte aus, dass Jugendliche durchaus Struktur und formale Richtlinien benötigten, auch wenn das von aussen oft nicht erkennbar sei. Im zweiten Teil zeigte Dr. Natalie Knapp, Philosophin aus Berlin, dem Publikum, wie man auch in unruhigen Zeiten «Mit der Unsicherheit Freundschaft schliessen» kann, wie der Titel ihres Referats lautete. Dies betrifft in besonderem Masse auch die Lernenden, deren Unbehagen ernst genommen werden müsse. Dass wir uns aber gleichzeitig auch auf deren Kreativität und Gestaltungsdrang einlassen sollten, um der nächsten Generation die Gestaltung der Zukunft ermöglichen zu können.

Der Austausch vor Ort ist von unschätzbarem Wert

Auf die persönliche Begrüssung der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner hat sich besonders Dusan Milakovic, Leiter Amt für Berufsbildung, gefreut: «Der Austausch vor Ort ist von unschätzbarem Wert. Denn so können die eigenen Erfahrungen mit anderen verglichen werden. Und das Ziel dieses Anlasses ist es ja, konkrete Tipps für den Ausbildungsalltag zu erhalten.» Dazwischen konnten die Teilnehmenden in fünf sogenannten Lernhotspots verschiedene Aspekte und Situationen der Lernendenausbildung diskutieren. Verschiedene Expertinnen und Experten beleuchteten Themen wie zum Beispiel «Belastungen bei Lernenden erkennen und ansprechen» oder «Jugendresilienz» und lieferten den Berufsbildenden Anregungen, wie die Lernenden besser gefördert werden können. Reto Seiz, Berufsverantwortlicher Informatik und stellvertretender Leiter Berufsbildung bei Roche Diagnostics International AG, ist begeistert vom Forum: «Die Wahl der Vortragsthemen hat mir sehr gut gefallen. Ich profitierte vor allem von der Möglichkeit, mich mit Berufsbildnerkolleginnen und -kollegen aus der Region auszutauschen. Fazit: ein sehr gelungener Anlass.»

Das Zuger Forum für Berufsbildende findet alle zwei Jahre statt. 2021 wurde aufgrund der Pandemie eine digitale Version durchgeführt.

Für den VDS: Dusan Milakovic

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