Leserbrief
Es stellt sich die Grundsatzfrage

Zur Zersiedelungs-Initiative, über die am 10. Februar abgestimmt wird

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Laut den Initianten dürften nur noch so viele Bauzonen ausgeschieden werden, wenn eine gleichwertige Fläche ausgezont wird. Die Zersiedelungsinitiative der jungen Grünen, welche am 10. Februar zur Abstimmung gelangt, birgt daher die Gefahr in sich, mit der Baubranche einen ganzen Wirtschaftszweig zu schwächen. Denn wenn weniger gebaut wird, fallen Arbeitsplätze weg.

Angesichts des massiven Kulturlandverlustes während der letzten Jahrzehnte gibt es hier zwar akuten Handlungsbedarf. Will man dieser Problematik jedoch wirksam begegnen, müsste die Zuwanderung als eine der Hauptursachen dafür entschieden gedrosselt werden. Die Erhaltung unseres Kulturlandes auch als Ausdruck von Lebensqualität hängt schliesslich unmittelbar mit der Bevölkerungsentwicklung zusammen. Die seit den 1960er-Jahren ungelöste Grundsatzfrage um das für und wider von ungebremstem Wachstum stellt sich in diesem Zusammenhang einmal mehr von neuem.

Otto Rölli jun., Menzingen