Ehrung
Zuger Anerkennungspreis geht an die Initiantin des Sommerklänge-Festivals Madeleine Nussbaumer

Der Regierungsrat ehrt die Musikerin für ihr Engagement. Der Preis ist mit 15'000 Franken dotiert.

Drucken
Madeleine Nussbaumer.

Madeleine Nussbaumer.

Bild: PD

(rh) «Die Pianistin Madeleine Nussbaumer prägt das Zuger Kulturleben seit Jahrzehnten in herausragender und vielfältiger Weise», heisst es in einer Medienmitteilung des Amtes für Kultur. 1990 gründete sie das Ensemble Chamäleon, das sich mittlerweile als eine der führenden professionellen Musikformationen in der Region etabliert hat und Konzerte auf höchstem Niveau darbietet. Das Trio um Madeleine Nussbaumer ist bekannt dafür, in seinen Programmen neue und unbekannte Kammermusikliteratur mit populären Kompositionen zu mischen.

2001 rief die Musikerin zudem gemeinsam mit ihrem Mann Peter Hoppe das Kammermusikfestival Sommerklänge ins Leben. Das Festival bietet jedes Jahr während der Sommerpause hochkarätige Kammermusik an kulturhistorisch interessanten Orten. Mittlerweile wurden Konzerte an über 90 verschiedenen Schauplätzen aufgeführt – darunter sind ehrwürdige Orte wie der Festsaal des Zurlaubenhofs, aber auch der Park der Villa Solitude in Cham oder Industrieorte wie der Zephyr-Hangar der V-Zug. An diesen unkonventionellen Orten könne sich die Musik ganz anders entfalten, als dies wohl in gewöhnlichen Konzertsälen möglich wäre, heisst es in der Mitteilung.

Preis wird alle drei bis fünf Jahre vergeben

Der Zuger Anerkennungspreis ist mit 15'000 Franken dotiert und wird alle drei bis fünf Jahre vom Regierungsrat des Kantons Zug auf Antrag der kantonalen Kulturkommission vergeben. Er wird an Personen verliehen, die sich um das kulturelle Leben im Kanton Zug über eine längere Zeitspanne hinweg verdient gemacht haben. «Madeleine Nussbaumers kontinuierliches Schaffen, ihr Engagement als Initiantin des Ensembles Chamäleon und des Festivals Sommerklänge, ihre Neugierde und ihre Begeisterung für Kammermusik haben das kulturelle Leben im Kanton Zug bereichert und diese herausragenden Leistungen sollen mit dem Preis anerkannt und gewürdigt werden.» Die Übergabefeier ist nicht öffentlich.