Leserbrief
Die Walliser und ihr Wein

Gedanken zur Unterstützung des Wallis mit Bundesgeldern

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Jetzt sollen die Steuerzahler wieder für den zu viel produzierten Schweizer Wein bezahlen. Die Vorstösse eines Walliser Nationalrat und einer Walliser Ständerätin wollen die Importkontingente für Wein antasten. Es ist nur das Wallis, welches seinen produzierten Wein nicht verkaufen kann. Das Wallis täte gut daran, ihr Image und das des Weins zu verbessern. Das leidige Thema um den Weinhändler Orsat, jetzt in der Hand von Fenaco, Traubenklau im letzten Herbst et cetera. Die Liste endet nie. Schade für die Winzer, die im Wallis ehrlichen Wein produzieren. Ist der NFA für das Wallis mit 750 Millionen Franken nicht genug?

Wenn ich mich im Internet bei verschiedenen Weinproduzenten zum Beispiel in der Drei-Seen-Region, dem Aargau, der Bündner Herrschaft oder dem Kanton Luzern umsehe, stelle ich fest, dass sehr viele Weine ausverkauft sind. Geschicktes Marketing, Weinveranstaltungen und Qualitätswein kurbeln den Verkauf an. Auch ich habe in den letzten Jahren vermehrt Wein aus diesen Regionen gekauft. Den Walliser Wein habe ich bewusst ignoriert. Die Mauscheleien habe ich schon lange satt, da das Wallis überall eigene Gesetze kennt. Dies geht bekanntlich bis in den Bundesrat. Über Jahre wurden zu hohen Mieten für Staatsbetriebe verlangt. Kurz nach der Wahl in den Bundesrat gab es einen aussergerichtlichen Vergleich (Artikel in der NZZ).

Nicht zu vergessen wären auch Blatter und Infantino, die nichts zu einer Imageverbesserung beitragen. Deshalb mach ich und vermutlich noch einige mehr vorläufig einen Bogen um den Kanton Wallis und kaufen konsequent keine Walliser Produkte. Mein Rat: Walliser und Walliserinnen, krempelt die Ärmel hoch und arbeitet an eurem Ansehen. Vielleicht wird dann auch die Autobahn fertig und ihr benötigt weniger NFA. Nur positive Nachrichten aus diesem Bergkanton wären doch sehr schön und nicht immer nur Hilfsgesuche an unseren Staat.

Benno Schicker, Steinhausen