Der Zuger Stadtrat soll eine neue Digitalierungsstrategie ausarbeiten

Die SVP-Fraktion im Zuger Stadtparlament ist überzeugt, dass die Stadt Zug digital besser werden kann.

Harry Ziegler
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In der Debatte des Grossen Gemeinderates der Stadt Zug (GGR) am 29. September über einen Kredit zur Präsentation der Stadt Zug als Smart City an der Zuger Messe 2021 wurde die Digitalisierungsstrategie des Stadtrats mehrmals kritisch angesprochen. Das hat die SVP-Fraktion im GGR offenbar zum Anlass genommen, den Stadtrat via Postulat damit zu beauftragen, eine neue gesamtheitliche Digitalisierungsstrategie für alle Bereiche der Stadtverwaltung vorzulegen. Die Strategie soll so formuliert werden, dass in sämtlichen Bereichen der Stadtverwaltung sowie der Stadtschulen die Effizienz gesteigert sowie «die hohe Qualität der Verwaltungsarbeit und Kundenfreundlichkeit verbessert wird», wird der Auftrag im Postulat umschrieben.

Zum einen, begründet die SVP, könne sich die Stadt der Digitalisierung nicht entziehen. Zum anderen dürfen die Adressaten städtischer Leistungen erwarten, «dass alle Verwaltungsgeschäfte einfach und zeitsparend elektronisch abgewickelt werden können.» Die medienbruchfreie Bearbeitung der Geschäfte ermögliche dabei eine «effizientere und schnellere Leistungserbringung durch die Verwaltungsmitarbeitenden». Digitalisierung und Automation von Routinegeschäften würden den effektiveren Einsatz aller Ressourcen sowie eine Beschleunigung der heutigen Durchlaufzeiten erlauben. «Alle Mitarbeitenden müssen sich verstärkt frühzeitig und proaktiv mit neuen Herausforderungen auseinandersetzen, um die damit verbundenen Chancen unter Berücksichtigung möglicher Risiken (z.B. beim E-Voting usw.) besser zu nutzen.»

Nach der Strategie ein Massnahmenplan

Im Grunde soll das Postulat den Stadtrat und die Verwaltung dazu bringen, sich mit der Digitalisierung verstärkt zu beschäftigen. Aber auch, dass sich Stadtrat und Verwaltung mit Dritten besser vernetzen. «Es gibt zahlreiche Hinweise, dass zwar der Umzug ins neue Verwaltungszentrum an der Gubelstrasse 22 erste Verbesserungen der städtischen lT gebracht hat», so die SVP im Postulatstext. Mit der alten lT-Struktur wäre es aus technischen Gründen kaum möglich gewesen die Coronakrise mittels Homeoffice zu bewältigen. «Nun sind aber dringend weitere neue Herausforderungen im lT-Bereich proaktiv und mit einer gesamtheitlichen Strategie anzugehen.» Für die SVP ist klar, dass aus der Strategie heraus ein Massnahmenplan abzuleiten ist. Dieser soll sich unter anderem absehbaren Entwicklungen der nächsten Jahre Rechnung tragen und die Grundlage schaffen, um die für ein entsprechendes Handeln notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen.