Confiseur zeigt sich in neuem Gewand

Nach achtwöchiger Umbauzeit wird das Confiserie-Café Speck in der Einkaufsallee Metalli am morgigen Freitag wiedereröffnet. In der traditionsreichen Filiale erinnert Vieles an die ehemalige Metallwarenfabrik Zug.

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Gemütliches Ambiente und mehr Sitzplätze: Mitinhaber Walter Speck steht in der umgestalteten Filiale. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 19. September, 2018))

Gemütliches Ambiente und mehr Sitzplätze: Mitinhaber Walter Speck steht in der umgestalteten Filiale. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 19. September, 2018))

Wer in den vergangenen Wochen für einen Kaffee in der Einkaufsallee Metalli Halt machen wollte, stiess beim Café Speck auf verschlossene Türen. Einzig das Provisorium im Aussenbereich stand zur Verfügung. Morgen Freitag, 21. September, wird die Speck-Filiale im Metalli jedoch nach achtwöchiger Umbauzeit mit einigen Sonderaktionen wiedereröffnet. Die wohl grösste Neuerung ist der Zugang über die Metallstrasse. Wer das Café von dieser Seite betritt, mag sich wohl auf den ersten Blick wie im benachbarten «Starbucks»-Lokal fühlen. Das Interieur empfängt die Besucher in warmen Brauntönen, an den Wänden sind vor einer Backsteintapete schlichte schwarz-weiss Bilder des Schweizer Fotografen Christian Reichenbach zu sehen.

Ein Chriesiboden und viele Fotografien

Anders als beim amerikanischen Grossanbieter werden Speck-Kunden im komplett neu gestalteten Bereich an der Metallstrasse weiterhin bedient. «Unsere Filiale in der Einkaufsallee Metalli ist nun rund 60 Quadratmeter grösser. Das sind etwa 20 Sitzplätze mehr», sagt Walter Speck der zusammen mit seinem Bruder Peter die Confiserie Speck betreibt . Neben zwei Tischreihen lädt eine erhöhte Lounge mit Polstermöbeln zum Verweilen ein, an der Wand hängen mehrere Fotografien der ehemaligen Metallwarenfabrik Zug, welche sich früher an dieser Stelle befand. Die Email- und Metallwarenfabrik Zug wurde 1880 als erste grosse Fabrik in der Stadt Zug gegründet und produzierte Blechwaren. Sie wurde 1956 mit der Verzinkerei Zug AG in der Metallwaren Holding AG zusammengefasst, welche schliesslich Ende der 70er-Jahre in V-Zug AG umbenannt wurde. «In unserer kleinen Stube erinnern nun die historischen Fotografien an die Metallwarenfabrik. Zudem zeigt ein Druck auf der Tapete die ehemalige Fabrik», so Speck. Im vorderen, zum Innenbereich der Einkaufsallee ausgerichteten Teil des Cafés herrscht fortan Selbstbedienung. In einem grossen Take-away-Regal links des Eingangs werden frische Produkte angepriesen. Die Verkaufstheke verläuft wie schon vor dem Umbau rechts entlang, ist nun aber um einiges länger. «Zudem bietet die Filiale mehr Platz, um unsere hausgemachten Produkte zu präsentieren», sagt Speck. Sehenswert ist der neue Boden im Verkaufsbereich, der zum Teil aus Chriesisteinen besteht. Komplett neu gestaltet wurden auch Küche und Toiletten sowie die elektrischen Installationen. Insgesamt beliefen sich die Kosten für den Umbau auf rund 1,3 Millionen Franken.

Aussenbereich soll 2019 renoviert werden

Das über 120-jährige Zuger Traditionsunternehmen Speck ist in der Stadt Zug mit sechs Filialen vertreten. Das Hauptgeschäft mit Confiserie und Café liegt an der Alpenstrasse am Bahnhof Zug. An der Baarerstrasse ist das Bistro Monsieur Baguette situiert, an der Schiffsanlegestelle die Gelateria. In der Neugasse ist die Bäckerei «Zum Wilden Mann» untergebracht und am Kolinplatz betreiben die Gebrüder Speck seit Herbst 2017 das Café zum Pfauen. Die Speck-Filiale in der Einkaufsallee Metalli ist bereits über 30-jährig, sie wurde 1987 eingeweiht. Laut Walter Speck sollen im kommenden Jahr auch Anpassungen im Aussenbereich der Metalli-Filiale folgen.