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Chamer Tanzduo gewinnt Award in Hollywood

«Best Cinematography» des internationalen Tanzfilmfestivals geht an Mave Velo und Caroline Liechti.

Für Mavement Dance School: Mave Velo und Caroline Liechti
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Von Ruanda bis China, von Contemporary über Afro bis Hip-Hop – es war eine breite Palette mit diversen Hintergründen und Konzepten vertreten am Divulge Dancers Filmfestival 2021 in Hollywood. Bisher hat es noch kein Schweizer Künstler auf die Leinwände Hollywoods geschafft. Der Tanz stand im Fokus der Kurzfilme, jedoch wurden ebenso packende Geschichten, die Identitätsfrage des Menschen der Grossstadt, die Entwicklung von afrikanischen Tänzen und Strassentänzer thematisiert.

Im diesjährigen Programm stand das visuelle Erleben der Filme im Vordergrund. Das Festival konnte über Wochen auf den grossen Leinwänden in Hollywood mitverfolgt und bestaunt werden. Das MDS-Duo wurde im Dezember sogar für eine Bühnenperformance eingeladen, um ihr Können live zu präsentieren, jedoch wurde dies wegen Corona zu einem rein virtuellen Event erklärt. Das Ganze nun am Bildschirm zu verfolgen, war eine andere Erfahrung für die beiden. Vor allem, als der Tag der Preisverleihung kam. «Wir sassen zu zweit vor dem Bildschirm und haben uns einfach selber gefeiert. Komische Erfahrung, aber keineswegs weniger spannend», meint Caroline Liechti.

Das anfängliche Ziel wurde bei weitem übertroffen

«Es ist eine grosse Ehre, den Preis der besten Filmkunst zu erlangen, vor allem, wenn dieser direkt aus Hollywood kommt. Es zeigt, dass das, was hier in Zug entsteht, weltweit nicht nur gesehen, sondern auch anerkannt und geschätzt wird», ergänzt Mave Velo. Das Ziel, welche die beiden Tanzkünstler hatten, wurde bei weitem übertroffen: Sie wollten die Message an die weite Welt verbreiten, dass man seinen Gedanken, Ideen und Träumen folgen soll und sich nicht von anderem ablenken lassen soll. «Do your own thing» meint genau das, was es übersetzt bedeutet: «Mach dein eigenes Ding». Die «Night­shots» in den Strassen von Zug und Luzern haben sich deshalb authentisch im Film bewiesen und dem Bild den Stoff für den Gewinnercharakter geliefert.

Die Offenheit zum kreativen Schaffen habe viele Facetten eröffnet und viele Bereiche gedeckt, mit welchen sich die Bevölkerung identifizieren könne. Dank der Freude am Experimentieren und der Idee, dass die Grenzen nur im Kopf stattfinden, seien solche Erfolge möglich geworden, und dies bestätigt nicht nur ihre viele Arbeit, sondern das sei gemäss dem Innerschweizer Duo auch erst der Anfang.