Cham
Die Jahresrechnung schliesst mit einem Überschuss von 15 Millionen Franken

Die Rechnung 2021 der Einwohnergemeinde Cham weist bei einem Ertrag von rund 110 Millionen Franken und einem Aufwand von rund 95 Millionen Franken ein Plus von 15 Millionen Franken auf. Hauptgrund dafür sind höhere Steuererträge als vorgesehen.

Drucken

In der Rechnung 2021 ergibt sich ein Mehrertrag von rund 15,7 Millionen Franken – dies bei einem Ertrag von 110,7 Millionen Franken und einem Aufwand von 94,9 Millionen Franken. Das schreibt Silja Studer-Husar, Bereichsleiterin Kommunikation der Gemeinde Cham, in einer Medienmitteilung. Bei einem budgetierten Mehrertrag von rund 436'000 schliesst die Rechnung somit um rund 15,3 Millionen Franken besser ab als vorgesehen. Der Aufwand liegt um 3 Millionen Franken tiefer und der Ertrag um 12,3 Millionen Franken höher als im Budget vorgesehen.

Gemeindepräsident und Finanzchef Georges Helfenstein.

Gemeindepräsident und Finanzchef Georges Helfenstein.

Bild: PD

Der gegenüber dem Budget um 12,5 Millionen Franken höhere Steuerertrag ist der Hauptgrund für den guten Rechnungsabschluss. Dabei ergaben sich Mehrerträge in der Höhe von 5,7 Millionen Franken bei den Steuerträgen der natürlichen Personen, 4,1 Millionen Franken bei den Steuererträgen der juristischen Personen und 2,7 Millionen Franken bei den Grundstückgewinnsteuern.

«Dass die Steuererträge so viel höher als budgetiert ausfallen, konnte insbesondere aufgrund der Pandemie-Situation nicht vorhergesehen werden. Der Gemeinderat freut sich sehr über die Entwicklung und den damit zusammenhängenden guten Rechnungsabschluss», wird Gemeindepräsident und Finanzvorsteher Georges Helfenstein in der Mitteilung zitiert.

Tiefere Ausgaben beeinflussen Rechnung ebenfalls positiv

Der Aufwand insgesamt und insbesondere der darin am ehesten beeinflussbare Sach- und übrige Betriebsaufwand konnten gegenüber dem Budget wesentlich tiefer gehalten werden. Dabei beträgt der Minderaufwand beim Sach- und übrigen Betriebsaufwand 1,8 Millionen Franken. Ein knappes Drittel davon betrifft die Dienstleistungen Dritter. Hier spielen nach wie vor pandemiebedingt reduzierte Dienstleistungen eine grosse Rolle.

In der Investitionsrechnung wurden 3 Millionen Franken weniger ausgegeben als im Budget vorgesehen. Grössere Projekte, welche noch nicht im geplanten Ausmass in Angriff genommen werden konnten, sind das Schulhausprovisorium Städtli (900'000 Franken weniger ausgegeben als vorgesehen) und das Lagerhaus Papieri (1,6 Millionen Franken weniger ausgegeben als vorgesehen).

Die getätigten Investitionen konnten vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Das Rechnungsjahr 2021 weist einen Selbstfinanzierungsgrad von 283,8 Prozent aus. Gleichzeitig steigt das Nettovermögen pro Einwohnerin und Einwohner von 3840 Franken per 31. Dezember 2020 auf neu 4812 Franken per 31. Dezember 2021. Der nach wie vor hohe Bestand an liquiden Mitteln erlaubte die Rückzahlung des letzten noch vorhandenen festen Darlehens in der Höhe von 2 Millionen Franken.

Beitrag für die Auslandshilfe und Polster für kommende Grossprojekte

Als Zeichen der Solidarität in der momentanen Ukraine-Krise möchte der Gemeinderat einen Teil des Überschusses für die Auslandshilfe verwenden und wird der Gemeindeversammlung beantragen, 100’000 Franken dafür zu sprechen.

Im Hinblick auf die laufenden und kommenden Investitionen ist es zudem nach wie vor wichtig, sorgsam mit dem Geld umzugehen, betont Georges Helfenstein: «Auch wenn wir sehr zufrieden sind mit dem Chamer Abschluss, wollen wir nicht übermütig werden. Die dynamische Entwicklung von Cham mit der laufenden Schulraumplanung, kommenden Zentrumsentwicklung, verschiedenen gesellschaftlichen und soziodemografischen Anliegen et cetera wird uns künftig stark beschäftigen und dafür müssen wir Reserven haben. Die Ausgangslage stimmt mich jedoch zuversichtlich, dass wir alle anstehenden Aufgaben erfolgreich packen werden.» (cro)