Vereine&Verbände
Das Bürgergeschlecht Andermatt feiert Jubiläum

Im Jahr 1473 wurde Jost Andermatt vom Hof Tann als der erste Andermatt in der Gemeinde Baar urkundlich erwähnt. Von ihm stammt ein weitverzweigtes Bürgergeschlecht ab, das sich nun in einem Verein organisiert.

Für den Verein Baarer Bürgergeschlecht Andermatt: Silvan Meier.
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Der Vereinsvorstand vor der Andermatt-Wappenscheibe im Bürgersaal (von links): Präsident Pirmin Andermatt, Alex Andermatt, Annette Andermatt, Reto Andermatt und Erich Andermatt.

Der Vereinsvorstand vor der Andermatt-Wappenscheibe im Bürgersaal (von links): Präsident Pirmin Andermatt, Alex Andermatt, Annette Andermatt, Reto Andermatt und Erich Andermatt.

Bild: PD

Es gibt kaum eine andere Familie, die die Gemeinde Baar so geprägt hat wie die Andermatt. Das Bürgergeschlecht hat in den 550 Jahren seiner urkundlich belegten Existenz zahlreiche bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht. Begonnen hat die eindrückliche Familiengeschichte im Jahr 1473 auf dem Hof Tann beim Deubüel. In einer Gült erscheint der Familienname Andermatt erstmals in Baar. Jost Andermatt vom Hof Tann verpflichtet sich darin, einem «Hänsli Fluder von Müllau 38 rheinische Gulden mit 2 rheinischen Gulden» jährlich zu verzinsen. Woher Jost Andermatt gekommen ist, darüber ist sich die Forschung uneinig. Vermutet wird, dass der Familienname aus dem Wallis oder aus Silenen im Kanton Uri stammen könnte. Stammvater Jost Andermatt vom Hof Tann steht an der Spitze eines weitverzweigten Bürgergeschlechts. Zahlreiche Höfe in der Gemeinde waren über Generationen in Familienbesitz und sind es teilweise bis heute. Auch die Obermühle wurde jahrzehntelang von Angehörigen der Familie Andermatt geführt, bevor sie an die Familie Hotz – ein weiteres alteingesessenes Baarer Bürgergeschlecht – verkauft worden ist.

Vereine & Verbände: So funktioniert’s

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Im Jahr 2023 können die Andermatt von Baar auf eine 550-jährige Geschichte und Tradition zurückblicken. Das soll gefeiert werden. Eine kleine Gruppe um Gemeinderat Pirmin Andermatt nahm sich der Aufgabe an, ein Jubiläumsfest zu organisieren, das möglichst viele Andermatt, die von Jost Andermatt abstammen, vereinen soll. Am 1. Juli 2023 werden bis zu 1000 Angehörige des Bürgergeschlechts erwartet – hauptsächlich aus Baar und Allenwinden, aber auch aus anderen Zuger Gemeinden, der ganzen Schweiz und gar aus dem Ausland. Zudem ist ein Jubiläumsbuch geplant, das einerseits die Geschichte des Bürgergeschlechts aufarbeitet und andererseits Angehörige der Familie in Kurzporträts vorstellt. Ein Organisationskomitee unter der Leitung von Pirmin Andermatt hat mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen. «Wir sind überzeugt, dass ein solches Treffen einem breiten Bedürfnis entspricht», sagt der OK-Präsident Pirmin Andermatt. Und weiter: «Wir freuen uns auf ein grosses Familienfest.»

Verein sucht Andermatt ausserhalb von Baar

Bei einem einmaligen Jubiläumsanlass soll es nicht bleiben. Ein Verein soll die Geschichte und die Tradition des Bürgergeschlechts Andermatt pflegen. Am 16. März 2022 fand im Bürgersaal des Rathauses Baar die Gründungsversammlung des Vereins Baarer Bürgergeschlecht Andermatt statt. Den Vorstand bilden Präsident Pirmin Andermatt, die Finanzchefin Annette Andermatt, Aktuar Erich Andermatt, der Kommunikationsverantwortliche Alex Andermatt und Veranstaltungschef Reto Andermatt. Mitglied werden können alle Personen ab 16 Jahren, die von Jost Andermatt abstammen, sowie deren Ehepartnerinnen und Ehepartner. In diesen Tagen erhalten alle Andermatt aus den Korporationen Baar-Dorf und Allenwinden einen Brief inklusive Anmeldeformular für den Verein. «Im Brief fordern wir alle auf, den Brief an Angehörige der Familie Andermatt weiterzuleiten, die ausserhalb des Korporationsgebiets leben», erklärt Pirmin Andermatt. «Wir sind auf Unterstützung angewiesen, damit wir möglichst alle Andermatt erreichen können.»

Weitere Informationen zum Verein und zum Jubiläumsfest auf www.andermatt-baar.ch.