Kommentar:
«Chefsache»: Im Brüggli muss bald Klarheit herrschen

Co-Chefredaktorin Rahel Hug zur Entwicklung im Stadtzuger Brüggli.

Rahel Hug
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Campingfans können vorerst aufatmen: Die Betreiber des TCS-Platzes im Zuger Brüggli dürfen ein weiteres Jahr anhängen. Seit knapp zehn Jahren ist bekannt, dass der Campingplatz in seiner heutigen Form wird weichen müssen. Das bedauern nicht nur Dauermieter und Gäste von ausserhalb, sondern auch viele Zugerinnen und Zuger.

Das Projekt der Weiterentwicklung des Areals steckt mitten in der Planungsphase. Eigentlich wäre diese Saison die letzte für den Campingplatz gewesen. Weil das Studienverfahren aber noch läuft, hat der TCS nun eine Gnadenfrist bekommen. Die Grundeigentümerin, die Korporation Zug, hat den Vertrag um ein Jahr verlängert. Gemäss Stadt soll die Studie im Sommer vorliegen.

Noch ungeklärt ist die Frage einer Umzonung. Eine Umfrage letzten Sommer zeigte: Die Befragten wünschen sich, das Brüggli möglichst in seiner Grundstruktur zu belassen. Momentan sieht es ganz danach aus, dass Zelten auch künftig möglich sein wird. Die fixen Standplätze für motorisierte Camper werden gestrichen. Das sieht nämlich der kantonale Richtplan vor.

Eine Art «Camping light» also ist weiterhin denkbar. Der TCS-Verantwortliche gibt sich jedenfalls optimistisch: Man sei je nachdem interessiert, auch in Zukunft eine Freizeitanlage auf dem Areal zu betreiben. Fest steht: Bald Klarheit zu schaffen, ist für alle Beteiligten wünschenswert. Noch sind aber viele Fragen offen. Die Ergebnisse des Studienverfahrens dürfen mit Spannung erwartet werden.