Ballast abwerfen, aber richtig

«Spritpreis kratzt an der 2-Franken-Marke», Ausgabe vom 11. Februar

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Der Preis für Benzin ist in den letzten Wochen markant gestiegen, weit mehr als es die Abgabe im abgelehnten CO2-Gesetz vorgesehen hatte. Und fahren jetzt nur noch Reiche herum, wie die damalige Propaganda von rechts uns weismachen wollte? Natürlich nicht. Was schlagen die Autolobbyisten nun vor angesichts der gestiegenen Preise? Ein TCS-Sprecher verweist auf eine vorausschauende Fahrweise, den richtigen Reifendruck sowie das Entfernen von unnötigem Ballast. Was er mit dem Ballast meint, bleibt offen. Meint er etwa Kindersitze, die gut 10 Kilogramm wiegen? Oder Schneeketten, die angesichts der Klimaerwärmung kaum mehr gebraucht werden? Zum Vergleich: Ein SUV wiegt gut und gerne zwei Tonnen. Also das Zweihundertfache eines Kindersitzes. Darum gilt es, am richtigen Ort, Ballast abzuwerfen. Nämlich mit einem leichteren Auto mit ökologischen Antrieben und weniger Spritverbrauch. Oder noch besser – einfach zu Fuss gehen, Fahrrad oder ÖV benutzen. Das hilft dem Portemonnaie und dem Klima.

Konradin Franzini, Rotkreuz