Obwalden
Tödlicher Unfall in Engelberg: Speedflyer stürzt beim Landeanflug ab und kommt ums Leben

Am Samstag stürzte am frühen Nachmittag ein Speedflyer beim Landeanflug in Engelberg ab und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Trotz sofortiger Reanimation durch Drittpersonen und eine Polizeipatrouille verstarb der 34-Jährige noch vor Ort.

Drucken

Am Samstagnachmittag, kurz nach 14 Uhr, flog ein 34-jähriger Mann aus der Region mit dem Speedflyer vom Titlis Richtung Landeplatz Wasserfall. Wie die Kantonspolizei Obwalden in ihrer Mitteilung schreibt, verlor er beim Landeanflug die Kontrolle über seinen Schirm und stürzte unkontrolliert zu Boden. Dabei zog er sich schwere innere Verletzungen zu. Trotz sofortiger Reanimation verstarb er noch auf der Unfallstelle.

Die Reanimation wurde durch Drittpersonen eingeleitet und nach kurzer Zeit durch eine Patrouille der Kantonspolizei Obwalden unterstützt. Im Einsatz standen zudem die Rega, ein Notfallarzt und das Care Team Nidwalden. Der genaue Unfallhergang wird nun von der Kantonspolizei abgeklärt.

Sportart mit sehr hohem Risiko

Speedflying ist eine Form des Gleitschirmfliegens, welche von der Unfallversicherung Suva als «absolutes Wagnis» eingestuft wird. Die Sportlerinnen und Sportler fliegen dabei mit sehr kleinen Schirmen. Sie erreichen deutlich höhere Geschwindigkeiten und mehr Dynamik als mit normalen Gleitschirmen. Dadurch steigt auch die Unfallgefahr, vor allem in Geländenähe.

Es ist nicht der erste tödliche Unfall eines Speedflyers in Engelberg: 2016 schlug ein Speedflyer im Gebiet Fürenalp in steilem Gelände auf, 2009 kam ein junger Mann im Titlisgebiet ums Leben. (sfr/rem)