Weinfelden
Schnäppli, Glühwein und Gemütlichkeit: So war der Wyfelder Fritig im November

Am Freitag fand zum zweitletzten Mal in diesem Jahr der Wyfelder Fritig statt. Er lockte viele Besucher in die Innenstadt.

Monika Wick
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Stadtpräsidiumskandidat Roger Simmen schürt das Feuer für den Glühwein.

Stadtpräsidiumskandidat Roger Simmen schürt das Feuer für den Glühwein.

Bild: Benjamin Manser

Nein – von ein paar Regentropfen lassen sich die Weinfelderinnen und Weinfelder nicht vom Besuch des Wyfelder Fritigs abhalten. Auch die Laune lassen sie sich von Petrus’ feuchtem Gruss nicht vermiesen. So tummelten sich am Freitag zahlreiche Menschen auf den Plätzen und in den Strassen des Städtchens.

Auf dem Marktplatz stehen Leute rund um Feuerschalen und geniessen lecker duftende Köstlichkeiten aus den Foodtrucks oder unterhalten sich bei einem Bier mit Freunden. Ihnen gleich tun es zwei Kleinkinder, die sich in ihrer eigenen Sprache von Kinderwagen zu Kinderwagen unterhalten und damit für Verzückung sorgen.

Zwei Kleinkinder unterhalten sich in ihrer eigenen Sprache.

Zwei Kleinkinder unterhalten sich in ihrer eigenen Sprache.

Bild: Benjamin Manser

Auch vor der Kunstkabine herrscht reges Treiben. Neu stellt dort die Keramikerin Natalia Kaya-Zwissler, deren Atelier sich aktuell noch auf dem Lorze-Areal in Bürglen befindet, einen Teil ihrer Werke aus. Ab 2023 verlegt sie ihre Werkstatt an die Amriswilerstrasse. «Elsbeth Harling, die Initiantin der Kunstkabine, ist auf mich zugekommen. Es freut mich, hier meine Arbeit zeigen zu können», sagt Natalia Kaya-Zwissler, während sie weiteren Besuchern Getränke und Gebäck anbietet.

Aus dem Saal des Gasthauses zum Trauben fällt Licht auf die Strasse. Im Innern findet zum ersten Mal im Rahmen des Wyfelder Fritigs der Schnäppli-Markt der Weinfelder Detaillisten statt. «Früher hiess der Markt ‹Now or never› und fand an einem Vormittag unter der Woche statt», erklärt Helena Hongler, die den Anlass als Mitglied des Vorstands des Gewerbevereins Weinfelden und Umgebung organisiert.

Durch die Verlegung der Durchführungszeit erhofft sich Helena Hongler mehr Publikumszulauf und ist überzeugt, den Wyfelder Fritig zusätzlich beleben zu können. «Wir planen zukünftig jeweils im Frühling und im Herbst einen Schnäppli-Markt durchzuführen», erklärt sie.

 Der Curling Club präsentiert sich auf dem Schulhofplatz Pestalozzi.

Der Curling Club präsentiert sich auf dem Schulhofplatz Pestalozzi.

Bild: Benjamin Manser

Auf Stimmenfang mit heissem Getränk

Vor dem Rathaus gehen derweil sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat sowie das Stadtpräsidium auf Stimmenfang. Den Wählerinnen und Wählern bietet sich hier die Gelegenheit, den Amtsanwärtern in gemütlicher Atmosphäre und einem wärmenden Becher Glühwein auf den Zahn zu fühlen.

Dass der Wyfelder Fritig bereits weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt ist, beweisen die Brüder Benedikt und André Büsser, die mit ihren Frauen eigens für den Anlass aus Steckborn respektive Gunterswilen angereist sind. «Da meine Tochter die ‹Geniessbar› betreibt, kommen wir, wann immer möglich, nach Weinfelden», erklärt Benedikt Büsser und sein Bruder ergänzt: «Der Wyfelder Fritig ist einfach ein gemütlicher cooler Anlass.»

Die Kinder, die vor dem Geschäft der Mittelthurgau Bahn sitzen, drücken wieder und wieder den Knopf am Schaufenster, der die Modelleisenbahn im Innern in Bewegung setzt. Den Ruf ihrer Mutter, endlich weiterzugehen, überhören sie ob ihrer Faszination für die Miniaturzüge.

Auch fürs Essen ist dank verschiedener Foodtrucks gesorgt.

Auch fürs Essen ist dank verschiedener Foodtrucks gesorgt.

Bild: Benjamin Manser

Der Anlass soll ohne Pause stattfinden

David Keller, Initiant des Wyfelder Fritigs, freut sich an dem gemütlichen Treiben in der Stadt. «Es war nie das Ziel, dass der Anlass zu gross wird und hier Halligalli herrscht», sagt er. Im nächsten Jahr wird es mit in gleichem Stil weitergehen. «Neu ist lediglich, dass der Wyfelder Fritig von Mai bis Dezember durchgehend ohne Pause stattfinden wird», fügt er hinzu.