Wird das Zuger Penthouse zum Ladenhüter?

STADT ZUG ⋅ Die Luxuswohnung im obersten Geschoss des Park Tower ist noch immer unbewohnt. Das Konsortium ist deswegen aber nicht besorgt.
19. März 2016, 00:00

«Spektakuläre Panorama-Aussichten auf den Zugersee und die Alpen, verbunden mit höchstem Komfort, Luxus und Privatsphäre an bester Zentrumslage»: Mit diesen Worten wurden die Wohnungen des 81 Meter hohen Park Tower im Immobilien-Magazin «Residence» der «NZZ am Sonntag» zum Verkauf angepriesen. Auch das Penthouse im obersten Geschoss. Das war im September 2014, also in der Zeit, als die ersten Einheiten bezugsbereit waren. Und auch während des letzten Jahres waren bis in den Herbst immer wieder Anzeigen geschaltet, die für das Wohnen in luftiger Höhe warben. Dann wurde es still um das Penthouse im höchsten Gebäude der Stadt Zug. Bis jetzt. Sucht man nämlich im Internet nach den Stichworten Park Tower und Penthouse, wird man unter anderem auf die Seite «luxuryportfolio.com» verwiesen. Dort wird das rund 345 Quadratmeter grosse Penthouse, das über jeweils vier Schlaf- und Badezimmer sowie zwei weitere Zimmer verfügt – als «Unique opportunity», also einmalige Gelegenheit, zum Verkauf angeboten. Preis auf Anfrage.

Zusage vorhanden

Wird die Luxuswohnung hoch über der Stadt Zug also zu einem Ladenhüter? «Nein», kontert Bernhard Häni, Inhaber und Geschäftsführer der Peikert Immobilien AG. Man sei grundsätzlich auf gutem Weg. «Ein Interessent hat die schriftliche Kaufzusage unterzeichnet, eine Anzahlung geleistet und steht nun vor weiteren Schritten», fügt Häni hinzu. Konkret gehe es darum, den Grundriss zu definieren, die Ausbaustandards zu bestimmen und den Kaufvertrag öffentlich zu beurkunden. Um welchen Interessenten es sich dabei handelt, kann und will Häni nicht äussern. Das Konsortium habe Stillschweigen vereinbart.

Nachfrage weiterhin vorhanden

Doch trotz dieser Kaufverhandlungen findet sich das Luxusobjekt weiterhin auf dem Markt. Wie kommt das? Häni kann und will auch darauf nicht eingehen. Nur so viel: «Die Verhandlungen sind ins Stocken geraten. Es gibt einige Punkte, die noch nicht geklärt sind», sagt der Geschäftsführer. Man hoffe weiterhin, dass eine Lösung gefunden werde, habe aber auch wieder mit den Vermarktungsaktivitäten begonnen.

Dass es bei einem Luxusobjekt wie dem Penthouse im Park Tower mit dem Verkauf auch mal etwas länger dauert, sei nicht aussergewöhnlich, wie Casha Frigo Schmidiger, Managing- Partnerin des Immobilienvermittlers Engel und Völkers Zug, äussert. «Der Park Tower mit der Grösse der derzeit angebotenen Wohnungen und den Preisen konkurriert direkt mit dem Einfamilienhaus-Segment.» Da überlege sich ein potenzieller Käufer sorgfältig, ob er eine Wohnung oder ein Haus kaufen wolle. «Die Nachfrage nach Immobilien im höherpreisigen Segment ist aber durchaus vorhanden», so Frigo weiter. Vor allem solvente Schweizer würden derzeit kaufen. Frigo: «Bei solchen Objekten braucht es einfach Zeit und geeignete Verkaufsmassnahmen, um den richtigen Käufer zu finden.»

Samantha Taylor


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