Neuenkirch mit «weisser Weste» zum Titel

KORBBALL ⋅ Die Männer der KR Neuenkirch dominierten die Innerschweizer 1.-Liga-Meisterschaft nach Belieben. Sie verteidigten ohne Punktverlust den Meistertitel.

07. Februar 2017, 00:00

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Es zeichnete sich schon früh ab, wer an der diesjährigen Innerschweizer Korbballmeisterschaft das Mass aller Dinge ist. Die KR Neuenkirch. Die Gegner gaben sich zwar grösste Mühe, um gegen den Titelverteidiger zu bestehen. Vergebens! Die Neuenkircher Männer waren ihren Gegenübern in allen Belangen überlegen, und diese hatten in den 18 Partien nicht den Hauch einer Chance, der spielerisch und taktisch besten Mannschaft auch nur einen Punkt abzuzwacken. Neuenkirch, das im Sommer in der NLA spielt, holte den Siegerpokal mit sieben Punkten Vorsprung auf den Erzrivalen und Silbermedaillen­gewinner KTV Menznau. Den Bronzeplatz sicherte sich wie im Vorjahr der STV Wikon. «Da kann man nur zum Titel gratulieren, das war eine Topvorstellung. Auch dank dem Neuzugang von Alex Käslin sind sie noch stärker geworden», bilanzierte Andreas Steinmann vom KTV Menznau, der den Meister beim knappen 6:7 immerhin etwas kitzeln konnte. «Mehr lag nicht drin, wir nehmen die Silbermedaillen auch so gerne entgegen», meinte er weiter.

Das nächste Lob folgte: «Neuenkirch spielte vom Niveau her in einer anderen Liga. Da gabs für uns nichts zu holen», gibt Coach Franz Vogel vom STV Wikon zu Protokoll, der mit seinem Team mit dem Gewinn der Bronzemedaille «fast das Maximum herausgeholt hat», wie er meint. Ein paar Zahlen, welche die ­totale Überlegenheit belegen: Der Titelgewinner warf in den 18 Partien nicht weniger als 206 Körbe, was einem Matchdurchschnitt von fast 12 Körben entspricht. Andererseits arbeiteten sie auch defensiv sauber und erfolgreich. Sie liessen nur 78 Körbe (etwas mehr als 4 im Durchschnitt) zu.

27. Meistertitel für die KR Neuenkirch

Klar, dass man sich im Lager der Neuenkircher über den 27. Titel eines Innerschweizer Korbball-Meisters sichtlich freute. «Wir wollten diesen Titel unbedingt verteidigen und haben uns deshalb auch sehr seriös auf diese Wintermeisterschaft vorbereitet», unterstreicht Alex Käslin die Wichtigkeit dieses Events für die eigene Mannschaft. Diese Turnierspiele waren aber auch eine gute Vorbereitung für den laufenden STV-Hallencup, in dem Neuenkirch ebenfalls als Titelverteidiger auftritt. «Obwohl nicht voll gefordert, konnten wir in diesen Partien unsere Automatismen einüben, die Taktik und das Zusammenspiel verfeinern. Und Ernstkämpfe sind alleweil spannender und interessanter als nur trockene Trainingslektionen», bemerkte Alex Käslin mit einem Augenzwinkern.

Der Einsatz hat sich gelohnt. Im Cup-Achtelfinal warf Neuenkirch den Sommer-Schweizer-Meister Pieterlen in einem spannenden Fight nach Verlängerung und Penaltyschiessen mit 17:14 aus der Cup-Konkurrenz und zieht wie der ebenfalls erfolgreiche STV Wikon (15:14 gegen Oberach) in die Viertelfinals ein, den Wikon allerdings gegen Altach-Kreuzlingen verlor. Bei Neuenkirch legt man nun per sofort den Fokus auf das Spiel gegen Neukirch-Roggwil. «Und wenn wir nach dem Titel eines Innerschweizer Meisters auch noch den Cupsieg landen könnten, dann wäre das für das ganze Team und mich persönlich eine perfekte Saison», meinte Alex.

Männer, 1.Liga

Letzte Runde: Neuenkirch - Menznau 7:6. Zell - Küssnacht 6:4. Rickenbach - Ruswil 6:11. Schwyz - Wolhusen 8:5. Zell - Menznau 6:8. Boswil - Wikon 4:6. Ruswil - Neuenkirch 4:11. Küssnacht - Wolhusen 6:9. Rickenbach - Boswil 7:10. Wikon - Schwyz 7:5. Wolhusen - Zell 3:8. Menznau - Ruswil 7:5. Küssnacht - Wikon 1:10. Neuenkirch - Boswil 9:3. Schwyz - Rickenbach 8:9.

Schlussrangliste (alle 18 Spiele): 1. Neuenkirch 36. 2. Menznau 29. 3. Wikon 25. 4. Rickenbach 18. 5. Schwyz 16. 6. Boswil 15. 7. Ruswil 15. 8. Wolhusen 11. 9. Zell 8. 10. Küssnacht 7. – Zell und Küssnacht bestreiten die Ab-/Aufstiegsrunde 2/.1. Liga.


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