Mit Riebli ist in der Loipe wieder zu rechnen

LANGLAUF ⋅ Janik Riebli greift beim Saldwideli-Langlauf in Sörenberg nach dreiwöchiger Pause wieder ins Renngeschehen ein. Der C-Kader-Athlet aus Giswil hofft, Ende März wieder voll und ganz bei Kräften zu sein.
07. Februar 2017, 00:00

Wo man sich auch im Nachgang des Langlauf- und Biathlon-Wochenendes im Sörenberg umhörte, erhielt der Skiclub Flühli als Veranstalter ein dickes Kompliment. Während beispielsweise die Swiss-Cup-Langlaufrennen in Feutersoey aufgrund des Regens und der warmen Temperaturen in den Tagen zuvor abgesagt werden mussten, setzte das OK unter der Leitung des ehemaligen Spitzenlangläufers Christoph Schnider alles daran, seine Rennen durchzuführen.

Als Abschluss stand am Sonntagnachmittag bei intensivem Schneefall der Salwideli-Langlauf mit 130 Startenden an. Das fünfte Rennen des ZSSV-Concordia-Langlauf-Cups nutzte der Giswiler Riebli für seinen Wiedereinstig ins Renngeschehen. Der Wettkampf im Entlebuch war für den C-Kader-Athleten gesetzt. «Ich hätte die Swiss-Cup-Rennen in Feutersoey ausgelassen», erklärt Janik Riebli und liefert die Begründung gleich nach: «Seitdem ich das sonntägliche Rennen an den Schweizer Meisterschaften in Val Müstair von Mitte Januar aufgeben musste, habe ich kein Rennen mehr bestritten. Ich will mich nun langsam wieder herantasten.»

Zur Erinnerung: Janik Riebli wurde es im Verfolgungsrennen, nach dem er tags zuvor im Einzelrennen Bronze gewonnen hatte, schwarz vor den Augen, und er musste das Rennen aufgeben. Ähnliche Szenen spielten sich bereits vor Weihnachten bei einem Continental-Cup-Rennen im Goms ab. Damals brach Riebli sogar bewusstlos zusammen. Anstatt sich für die Junioren-Weltmeisterschaften in Park City aufzudrängen, stand der 18-Jährige vor einem Berg voller Fragen.

Weniger Teigwaren und mehr Rühreier

Der Start beim Salwideli-Langlauf verlief zunächst harzig. «Ich musste in den ersten zwei Runden irgendwie wieder die Lust zum Angreifen finden, was mir dann in der dritten Runde auch gelang», erklärt der in der Ausbildung zum Landwirt stehende Obwaldner. Den von seinen Trainern von Hand gemessenen Rückstand konnte Riebli in der letzten Runde in einen Vorsprung von knapp 20 Sekunden umwandeln und so den Sieg in der U-20-Kategorie einfahren. Dass Janik Riebli auf den U-18-Sieger Avelino Näpflin (Beckenried-Klewenalp) eine Sekunde verlor, geht für ihn so in Ordnung: «Zum einen befindet sich Avelino in guter Form, zum anderen bin ich auf dem Weg zurück noch nicht in der Bestform.»

Die letzten drei Wochen waren für Janik Riebli nicht einfach. Die Junioren-Weltmeisterschaften waren sein grosses Ziel. Ehrlich gewährt er einen Blick ins Innere: «Ich hätte nie erwartet, dass dieser Zwischenfall mich für einen Moment so stark aus der Bahn wirft.» Umso glücklicher ist er in der Zwischenzeit, dass ein medizinisches Problem ausgeschlossen werden kann. «Es sind eigentlich eher kleine Sachen mit grosser Auswirkung», bringt es Riebli auf den Punkt. So ist seine Atemtechnik nicht optimal. Bei grossen Anstrengungen atmet Riebli zu oberflächlich und versorgt so seine Blutbahnen mit zu wenig Sauerstoff. Hinzu ist die Ernährung für seinen Körper zu kalorienlastig. Ab sofort heisst es für Riebli weniger Brot und Teigwaren und dafür beispielsweise mehr Rühreier.

Langsam wieder herantasten

«Der erste Testlauf beim Saldwideli-Langlauf ist geglückt», zeigt sich Janik Riebli glücklich. Dennoch will es der Obwaldner langsam angehen. In zwei Wochen stehen die nächsten Contintenal-Cup-Rennen an. An den Start gehen will er dort aber nur, wenn er sich voll und ganz fit fühlt. Der Körper soll sich zuerst an die neue Atemtechnik und die Ernährung gewönnen. Riebli ist zuversichtlich, dass dies spätestens Ende März 2017 so weit sein wird. Dann nämlich geht der zweite Teil der Schweizer Langlaufmeisterschaften über die Bühne.

Roland Bösch

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Rangliste unter: www.zssv.ch


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