Er will sich mit einem Aufstieg verabschieden

EISHOCKEY ⋅ HC-Luzern-Stürmer Robert Tobler (30) hat auf Ende Saison den Rücktritt erklärt. Nun hat er mit dem Zweitligisten noch Grosses vor.

07. Februar 2017, 00:00

«Ich freue mich auf die Playoffs. Wir können es weit schaffen, wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen», glaubt Luzerns Stürmer Robert Tobler und doppelt nach: «Die beiden jüngsten Siege, das 8:3 gegen Schaffhausen und 6:3 über Bellinzona, geben uns Zuversicht.» Der bald 30-Jährige ist mit seinem Sturmpartner Reto Burkart (32, Captain) zusammen der Dienstälteste beim HCL. Ende Saison ist definitiv Schluss mit aktivem Eishockey. Ich spiele nun die 15. Saison in Luzern. Eine Zeit, die ich positiv in Erinnerung behalten werde.»

Tobler, der in der Stadt wohnt und im März zum zweiten Mal Vater wird, hielt dem HC Luzern – bis auf zwei kurze Abstecher nach Chiasso und Arosa – die Treue. Trotz lukrativen Angeboten aus der 1. Liga blieb er in Luzern. «Es hat hier einfach gepasst. Den Verein erlebte ich immer sehr familiär, und innerhalb der Mannschaft sind wichtige Freundschaften entstanden. Ich lebe mit meiner Familie und arbeite hier in der Stadt, ein Wechsel stand nie zur Diskussion. Und ich konnte dem Verein in den letzten Jahren so auch etwas zurückgeben.»

HC Luzern wird im Herbst 20 Jahre alt

Tobler, der aus familiären und beruflichen Gründen seinen Rücktritt erklärt hat, will mit dem HCL nochmals richtig durchstarten. Im März 1998 wurde der HCL gegründet. Dass der Verein vor einer speziellen Meisterschaft steht, ist Tobler nicht entgangen. Mit anderen Worten, der Verein steigt im Herbst in die 20. Saison. «Das wäre ein Ding, wenn wir in den nächsten Wochen den langersehnten Aufstieg in die 1. Liga bewerkstelligen könnten. Das wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk.» Doch Tobler warnt: «Das ist Zukunftsmusik. Jetzt zählt das nächste Spiel. Das ist immer das wichtigste.»

Mit Zug wartet am Samstag (20.00 Eiszentrum) zum Qualifikationsabschluss ein unbequemer und hartnäckiger Gegner. «Wir wollen die Qualifikation positiv abschliessen und Selbstvertrauen tanken für die Playoffs. Ein Sieg ist zwingend, auch um den Heimvorteil zu erreichen. Wir können gegen Zug bestehen, wenn wir im Kollektiv eine überzeugende Leistung abrufen. Das heisst, diszipliniert spielen und von Beginn weg den nötigen Siegeswillen aufbringen.»

Momentan kämpfen Zug (Rang 3/32 Punkte), Schaffhausen (4/31) und Luzern (5/30) um den Heimbonus (Top 4). Hat Tobler einen Wunschgegner in den Playoff-Achtelfinals? «Nein, egal wer kommt, wir müssen jedes Team auf dem Weg nach oben bezwingen.» Mögliche Gegner Luzerns in der ersten Runde sind Kreuzlingen-Konstanz, Dielsdorf-Niederhasli oder St. Moritz. Die Playoff-Achtelfinals (Best of five) beginnen heute in einer Woche.

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

2. Liga, Gruppe 1

17. Runde: Luzern - Bellinzona 6:3. Dürnten - Chiasso 6:3. Schaffhausen - Illnau-Effretikon 4:5 n. P. Ascona - Küsnacht 2:3. Zug - Bassersdorf 7:6.

Rangliste (alle 17 Spiele): 1. Dürnten 45 Punkte (98:51 Tore). 2. Illnau 37 (73:55). 3. EV Zug 32 (87:64). 4. Schaffhausen 31 (64:63). 5. HC Luzern 30 (74:56). 6. Bassersdorf 24 (69:67). 7. Bellinzona 21 (48:69). 8. Chiasso 13 (67:88). 9. Küsnacht ZH 11 (58:92). 10. Ascona 11 (54:87).

18. und letzte Runde. Samstag: Luzern - Zug (20.00, Eiszentrum). Küsnacht - Schaffhausen. Bassersdorf - Dürnten. Illnau-Effretikon - Bellinzona. Chiasso - Ascona.

Luzern - Bellinzona 6:3 (0:0, 3:0, 3:3)

Eiszentrum. – 180 Zuschauer. – SR Bächler, Jörg. – Tore: 22. Zumbach (Henrik Maurenbrecher, Bracher) 1:0. 30. Tobler (Burkart, Steiner) 2:0. 34. Burkart 3:0. 42. Frei (Ruckstuhl) 4:0. 44. Burkart (Steiner) 5:0. 46. 5:1. 53. 5:2. 56. Tobler (Henrik Maurenbrecher, Burkart) 6:2. 59. 6:3.

Zug - Bassersdorf 7:6 (2:2, 2:1, 3:3)

Academy Arena. – 30 Zuschauer. – SR Dufner, Stobbies. – Tore: 6. 0:1. 17. 0:2. 17. Dommen (Felder, Studer) 1:2. 19. Joss (Eisen­egger, Marti) 2:2. 22. Emmenegger 3:2. 29. Rickli (Blaser) 4:2. 32. 4:3. 42. 4:4. 43. 4:5. 47. Joss (Gilgen, Eisenegger) 5:5. 51. Rickli (Marti) 6:5. 58. 6:6. 60. (59:53) Stämpfli (Dommen, Felder) 7:6.

«Das wäre ein Ding, wenn wir den langersehnten Aufstieg in die 1. Liga bewerkstelligen könnten.»

Robert Tobler

Stürmer HC Luzern


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