Neue Luzerner Zeitung Online, 22. Februar 2012, 13:20
Polizei zieht positive Bilanz zur Fasnacht
Dichtes Gedränge am Güdismontag unter der Egg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Die Luzerner Fasnacht verlief ruhiger als auch schon. Es gab weniger Betrunkene und Schlägereien. Und ob mit oder ohne Depotsystem: Das Strasseninspektorat sammelte gleich viel Abfall wie im Vorjahr.
Aus Sicht der Luzerner Polizei verliefen die Fasnachtstage grösstenteils friedlich, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern in einem Communiqué schreibt.
Weniger Betrunkene und Gewalt
Im Vergleich zu den Vorjahren gab es weniger betrunkene Personen an der Fasnacht. Zudem verzeichnete die Polizei weniger gewalttätige Aktionen. In der Stadt waren vom «Schmutzigen Donnerstag» bis zum «Aschermittwoch» zirka 156’000 Personen unterwegs. Das sind rund 14'000 Personen weniger als 2011. Dem Monstercorso vom Dienstagabend wohnten 35'000 Personen bei.
Diverse Festnahmen wegen Taschendiebstählen
Die Polizisten nahmen vereinzelt Personen wegen Taschendiebstahl fest. Diese hatten es vor allem auf Natels, Portemonnaies, Uhren und Schmuck abgesehen. Im dichten Gedränge klauten die Täter oft unbemerkt Wertgegenstände ihrer Opfer. Die mutmassliche Täterschaft kommt vor allem aus Nordafrika.
Polizeipräsenz hat sich bewährt
Zivile und uniformierte Einsatzteams waren an der Fasnacht präsent. Aus Sicht der Luzerner Polizei habe sich die Präsenz an der Fasnacht bewährt. Der Einsatz der Beamten wurde von den Fasnächtlern geschätzt – es gab mehrere positive Rückmeldungen. Besonders am frühen Aschermittwoch waren die Beamten unter der Egg sehr präsent und verhinderten dabei, dass Auseinandersetzungen eskalierten.
Weniger Arbeit für den Rettungsdienst
Eher ruhig verlief die Fasnacht für den Rettungsdienst. Er betreute total 27 Personen. Bei 20 Personen handelte es sich um alkoholisierte Patienten. Die Sanitäter behandelten die restlichen 7 Personen wegen kleineren Unfällen und Verletzungen. «Wir hatten spürbar weniger Einsätze als in anderen Jahren», so Günther Beck, Leiter vom Sanitätsnotruf 144.
pd/ks/rem
60 Tonnen Abfall auf den Strassen
Am Morgen des Aschermittwochs gab es für die Putzequipen der Stadt Luzern viel zu tun. Total 70 Arbeiter des Strasseninspektorates waren jeweils ab 3.30 Uhr in der Früh im Einsatz, wie das Tiefbauamt der Stadt Luzern mitteilt. Während der Luzerner Fasnacht fielen rund 60 Tonnen Abfall an. Das entspricht in etwa den Werten der letzten Jahre. Die Stadt hat das an der letzten Fasnacht eingeführte Depotsystem auf Plastikgeschirr und Becher in diesem Jahr wieder abgeschafft. Zurecht, wie sich jetzt zeigt. pd/ks/rem
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Video: Monstercorso in Luzern
(Tele 1, 21.02.2012)
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