Zurück auf der Erfolgsspur

RADQUER DAGMERSELLEN ⋅ Fast vier Jahre lang pausierte sie, jetzt steht die Gunzwilerin Jasmin Egger-Achermann sieben Rennen in Folge auf dem Podest. Eine Serie, die sie am Stephanstag in Dagmersellen fortsetzen will.
24. Dezember 2016, 05:00

Thomas Winterberg

sport@luzernerzeitung.ch

Im Januar 2013 legte die sechsmalige Elite-Schweizer-Meisterin Jasmin Egger-Achermann eine Pause vom Spitzensport ein. Erholung vom ständigen Rennstress und mehr Zeit mit ihrer ­Familie waren die Devise. Seit diesem Winter, nach kapp vier Jahren, ist die 27-jährige Gunzwilerin zurück – und das erfolgreich. «Ich bin selber überrascht, wie gut es läuft», erzählt sie. «Ich wollte einfach wieder Rennen fahren. Aber das Training kann unmöglich der Grund für den Erfolg sein.» Pro Woche ist sie etwa vier bis fünf Stunden auf dem Velo – Rennen an den Wochenenden inklusive.

Nach acht Starts kann sie sieben Podestplätze vorweisen. «Als ich mich auf diese Saison vorbereitete, nahm ich mir die Top-10 zum Ziel. Beim allerersten Rennen Mitte September bei der EKZ Cross Tour in Baden wollte ich unter die ersten fünfzehn.» Egger-Achermann wurde genau Fünfzehnte, und eine Woche später folgte mit einem 2. Rang die erste Podestplatzierung. In Madiswil und Nyon ging sie in dieser Saison sogar als Siegerin hervor.

Familie steht an erster Stelle

Ein paar Gründe für den Erfolg findet sie dann doch: «Ich gehe mit grosser Freude aufs Velo, habe einen starken Willen, und von meiner Erfahrung und der Technik kann ich auch profitieren.» Das Wichtigste in ihrem Leben ist für Egger-Achermann aber ihre Familie. «Ich geniesse die Zeit mit meiner Familie sehr und bin ein richtiger Familienmensch. Egal, wie gut es im Sport läuft oder noch laufen wird, ich würde ihn nie vor meine Familie stellen. Ich kann mir im Moment auch nicht vorstellen, mehrere Tage am Stück weg zu sein», sagt die zweifache Mutter. Damit nimmt sie möglichen Weltcup-Teilnahmen im Voraus den Wind aus den Segeln.

Bei der international stark besetzten EKZ Cross Tour, die fünf Rennen in der Schweiz zählt, wurde sie dreimal Dritte und liegt im Gesamtklassement ein Rennen vor Schluss auf dem zweiten Gesamtrang. «Da ich nur sehr wenig trainieren kann, bin ich im Moment auch rein körperlich überhaupt nicht in der Lage, mehr als ein Rennen pro Wochenende zu fahren.»

Am Montag will Egger-Achermann nun in Dagmersellen ihren achten Podestplatz in dieser Saison holen. Am liebsten natürlich in der Form eines Sieges. Wie sich das anfühlt, kennt sie bereits: 2008 und 2009 konnte sie das Dagmerseller Radquer für sich entscheiden.

Auch ein Blick auf die Startliste der Elite-Herren lässt sich sehen: Mit Severin Sägesser, Lukas Flückiger, Nicola Rohrbach (Edlibach), Schweizer Meister Lars Forster und Lukas Winterberg (Dallenwil) stehen starke Schweizer am Start. Zusammen mit dem jungen Belgier Yorben Van Tichelt werden sie versuchen, dem französischen Rekordsieger Francis Mourey (8 Siege in Dagmersellen) das Leben schwer zu machen.

Ebenfalls am Start in Dagmersellen steht Daniel Federspiel. Der Österreicher ist zweifacher Welt- und Europameister im MTB XC Eliminator und hat in dieser Disziplin insgesamt schon sieben Medaillen an Welt- und Europameisterschaften auf Eliteniveau gesammelt.

Programm. Montag (Stephanstag)

Startzeiten. 10.15: Jekami. – 11.05: Schüler U 13 /U 15. – 11:50: Männer U 19/Amateure/Masters. – 13.00: Pfüderirennen Laufrad. – 13:20: Pfüderirennen Velo mit Tretkurbel. – 13.50: Frauen Elite, anschliessend Frauen U 17. – 15.00: Männer Elite.

Hinweis

Mehr Informationen und die Startlisten finden Sie auf:

www.radquerdagmersellen.ch.


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