Wie weit geht die Reise von Ad Astra?

UNIHOCKEY ⋅ Am Samstag beginnen für Ad Astra Sarnen die NLB-Playoffs. Stürmer Christof Ming (30) sagt, wieso die Obwaldner nach der letzten, überragenden Saison Mühe hatten, wieder in die Spur zu kommen.
17. Februar 2017, 10:05

Mit der Doppelrunde vom vergangenen Wochenende wurde die Qualifikation in der Nationalliga B abgeschlossen. Die Sarner beenden diese auf dem vierten Tabellenrang. Damit sicherten sie sich das Heimrecht für die erste Playoff-Serie gegen den UHC Sarganserland. Wie der gebürtige Sarner Christof Ming die abgelaufene Qualifikation erlebt hat und was er und sein Team sich für die Playoffs vorgenommen haben, verrät er im Interview.

Christof Ming, wie zufrieden sind Sie mit der abgelaufenen Qualifikation?

Wir haben uns Anfang Saison ein Ziel gesetzt, das war ein Platz in den ersten drei Rängen. Dies haben wir nicht erreicht, daher bin ich mit der Qualifikation nicht zufrieden. Wir hatten viele gute Momente. Aber auch schlechte, uns fehlte die Konstanz. Deswegen haben wir zu viele Spiele verloren.

In den ersten neun Spielen ging Ihr Team fünf Mal als Verlierer vom Platz. Wie erklären Sie den schlechten Saisonstart?

Dafür gab es verschiedene Faktoren. Ein wichtiger Punkt war sicherlich die Vorbereitung, welche nicht optimal verlief. Dies zeigte sich dann auch in den ersten Saisonspielen. Wir machten viele Fehler und haben somit Spiele ärgerlich verloren. Es fehlte einfach an Sicherheit. Ausserdem hatten wir zu hohe Ansprüche an uns selbst. Wir wollten auf dem Niveau weitermachen, auf dem wir letzte Saison aufgehört haben.

Wie fand das Team dann doch noch auf die Siegesstrasse?

Mit der Zeit haben wir realisiert, dass wir nicht mehr in der Verfassung der letzten Saison waren. Wir haben uns wieder auf die einfachen Sachen konzentriert und uns damit wieder aufgebaut. Dies führte schliesslich zurück auf die Siegerstrasse.

In 22 Spielen sind Sie mit 13 Toren und ebenso vielen Assists der viertbester Skorer von Ad Astra. Wie zufrieden sind Sie mit der persönlichen Leistung?

Normalerweise habe ich mehr Tore als Assists. Dies spricht sicher für meine Passqualität (lacht). Nein ernsthaft. Dies spiegelt, was ich bereits über das Team gesagt habe. Auch ich bekundete zu Beginn der Saison grosse Mühe. Ich schaffte es nicht, die gewohnte Konstanz auf das Feld zu bringen, die ich selbst von mir erwarte. Ich machte über die gesamte Saison mehr Fehler als noch letztes Jahr. Auch meine Punkteausbeute ist schlechter geworden.

Was nehmen Sie sich für die Playoffs vor?

Ich will mich auf die einfachen Dinge konzentrieren, mehr Zug aufs Tor und mehr Abschlüsse. Ich habe normalerweise eine gute Trefferquote. Je mehr ich schiesse, desto mehr Tore mache ich. Dafür muss ich den Ball aber häufiger aufs Tor bringen.

Wie schätzen Sie den ersten Playoff-Gegner, den UHC Sarganserland, ein?

Er hat ein organisiertes Team, das eine gute Mischung zwischen Pressing und schnellen Kontern spielt. Ausserdem gibt es ein paar sehr starke Spieler in seiner Reihe. Trotzdem sind sie nicht von diesen Einzelspielern abhängig, sondern auch qualitativ ausgeglichen. Unser Anspruch ist aber, die Sarganser zu besiegen. Es wird aber kein Selbstläufer, sie werden uns fordern.

Sie sprechen die Einzelspieler von Sargans an. Ein wichtiger Mann im Team von Sargans ist der Tscheche Vojtech Skalik, der mit 30 Toren und 43 Punkten Topskorer des Teams ist. Welche Rolle wird er in der Serie spielen?

Wie bereits gesagt, glaube ich nicht, dass ein Spieler die Serie entscheiden kann. Skalik hat aber viel Erfahrung und einen sehr guten Abschluss. Ich schätze ihn als sehr gefährlich ein. Mit unserem Kollektiv und unserer individuellen Qualität müssen wir aber sicher nicht vor Ehrfurcht erstarren.

Welches Ziel haben Sie für die Playoffs?

Das ist relativ einfach: jedes Spiel gewinnen.

Was ist Ihr Beitrag, um dieses Ziel zu erreichen?

Ich kann vieles beitragen. Als Erstes muss mein Spiel wieder konstanter werden. Ich möchte weniger Fehler machen, aggressiver spielen und häufiger aufs Tor schiessen. Sonst versuche ich, immer positiv zu bleiben, auch wenn es mal nicht nach Plan läuft. Ich versuche, mich und auch das Team wieder auf die einfachen Dinge zu fokussieren und so dem Team zu helfen. Damit hat es in der Vergangenheit bereits mehrmals geklappt, wieder aus einem Tief herauszukommen. (pd)

 

Männer. NLB, Playoff-Viertelfinals. 1. Runde. Samstag: Ad Astra Sarnen - Sarganserland (19.00, Dreifachhalle). – 2. Runde, Sonntag: Sarganserland - Ad Astra Sarnen (17.00, Riet, Sargans).


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