VBC Malters vor brisantem ­Entscheid

MÄNNER, NLB ⋅ NLB-Aufsteiger VBC Malters startet mit zwei Siegen optimal in die Playouts. Und dennoch ist die Zukunft des Luzerner Männerteams noch nicht gesichert.
14. Februar 2017, 10:00

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Das Männerteam des VBC Malters hat sich in seiner ersten NLB-Saison der Vereinsgeschichte in der Qualifikation achtbar geschlagen. Ein einziger Punkt fehlte der Truppe um Trainer Ondrej Boula für den Einzug in die Playoffs. Und auch der Start in die Playouts ist den Luzernern nach Mass geglückt. In der ersten Partie wurde Oberdiessbach, das keine grosse Gegenwehr leistete, mit 3:0 bezwungen. Und auch Münchenbuchsee musste die Bündtmättli-Halle mit einer 1:3-Niederlage verlassen.

Diese beiden Siege gegen die Tabellenletzten der Westgruppe entsprechen durchaus auch der aktuellen Stärke. Doch so leicht fiel der 3:1-Sieg gegen die Berner den Malters-Spielern nicht in den Schoss. Der erste Satz verlief lange ausgeglichen, ehe Malters ­einige Punkte vorlegen konnte und so den Startsatz schliesslich mit 25:18 heimspielte. «Im zweiten Set fanden wir gut ins Spiel und hatten gute Momente», analysierte Libero Martin Doppmann. «Wir verteidigten stark, spielten die Angriffsbälle sauber, sodass wir immer grossen Druck auf den Gegner ausüben konnten. Diese Ballsicherheit war der Schlüssel zum 25:17-Satzsieg.»

Partie stand auf bescheidenem Niveau

Der dritte Satz war dann geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten. Die kampfstarken Gäste aus Münchenbuchsee machten ein paar Fehler weniger und wurden deshalb mit dem 25:23-Satzgewinn belohnt. Im vierten Spielabschnitt legte Malters wieder ­einen Zacken zu und lag meist mit drei, vier Punkten vorne. Ein erfolgreicher Doppelblock von Christoph Keller und Ondrej Boula beendete die auf bescheidenem spielerischem Niveau ausgetragene NLB-Partie mit dem 25:19-Punkte-Sieg im vierten Umgang. Mit neun Zählern steht Malters nun zusammen mit Genf an der Tabellenspitze der Abstiegsrunde.

Die Boula-Truppe hat sich damit eine gute Ausgangslage für die Mission Ligaerhalt geschaffen. «Diesen Ligaerhalt haben wir uns innerhalb der Mannschaft auch zum Saisonziel gesetzt. Und diese Vorgabe wollen wir auch bestätigen», monierte der 31-jährige Martin Doppmann. Aus seinem Statement war aber auch ein leichtes Zaudern herauszuspüren.

Ein Nachhaken brachte den Grund zu Tage: Will man in Malters das NLB-Abenteuer überhaupt weiterführen? «Vor einigen Wochen haben wir diesen Aspekt an einer Teamsitzung angesprochen und intensiv diskutiert. Dabei liessen wir es unabhängig vom Ligaerhalt noch offen, ob wir weiterhin in der NLB spielen wollen», erklärte Martin Doppmann die Sachlage. Es sind einige Faktoren, die diesen Entscheid Ende der Saison beeinflussen werden. Wie sieht die Kaderzusammensetzung in der nächsten Spielzeit aus? Wie sieht der finanzielle Aspekt aus? Wie stellen sich die Vereinsverantwortlichen zu diesem bestimmt nicht leichten Entscheid?

Einen Fakt will Malters-Urgestein Martin Doppman allerdings klargestellt wissen: «Von einem Rückzug vor den Playouts war zu keiner Zeit die Rede.» So wird die Mannschaft des VBC Malters die Playoffs denn auch sportlich sauber beenden. Egal, wie der Entscheid ausfallen wird.

Abstiegsrunde. 2. Runde: Olten - Laufen 2:3. Malters - Münchenbuchsee 3:1. Klettgau - Servette Star Onex 0:3. Smash Winterthur - Oberdiessbach 3:0.

Rangliste: 1. Malters 2/9 (6:1). 2. Smash Winterthur 2/8 (6:0). 3. Servette Star Onex 1/6 (3:0). 4. Laufen 2/5 (5:5). 5. Klettgau 2/3 (3:5). 6. Olten 1/1 (2:3). 7. Münchenbuchsee 2/1 (1:6). 8. Oberdiessbach 2/0 (0:6).

Malters - Münchenbuchsee 3:1

Bündtmättli. – 30 Zuschauer. – SR Weber/Hutmacher. – Spieldauer: 92 Minuten. – Sätze: 25:18, 25:17, 23:25, 25:19. – VBC Malters: Werner Weibel, Pascal Küttel, Kretzschmar, Rafael Küttel, Boula, Keller, Doppmann (Libero); Krauer, Andreas Weibel, Weber.


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