Niederlage verhindert Luzerner Heimrecht

2. LIGA, GRUPPE 1 ⋅ Zweitligist Luzern schliesst die Qualifikation auf dem fünften Rang ab und verpasst damit den Heimvorteil. Im Playoff-Achtelfinal wartet Kreuzlingen-Konstanz auf die Zentralschweizer.
14. Februar 2017, 08:18

Der HC Luzern verspielte im letzten Qualifikationsspiel der 2. Liga (Gruppe 1) den Heimvorteil für die heute Abend beginnenden Playoff-Achtelfinals. Im Zentralschweizer Derby setzte es gegen Zug eine bittere 4:5-Niederlage ab. Bitter deswegen, weil den Luzernern ein Remis nach 60 Minuten für Platz 4 genügt hätte, da Schaffhausen in Küsnacht ZH mit 5:9 tauchte.

«Wir hatten unsere Chancen zum Ausgleich», sagt Trainer Nik Wüthrich und fügt an: «Ich sehe es nicht als Nachteil, dass wir die Playoffs auswärts beginnen müssen. Der Heimvorteil kann auch belastend sein.» Das hat der HCL letzte Saison gegen den späteren 1.-Liga-Aufsteiger Uzwil erfahren. «Wenn die Spieler im Kopf bereit sind, ist es im Prinzip egal, wo und gegen wen man spielt», ist Wüthrich überzeugt.

Und wie fällt Wüthrichs Analyse nach der 18 Spiele umfassenden Qualifikationsphase aus? «Ich bin zufrieden und möchte das Positive hervorheben. Wir haben die Playoffs in einer starken Gruppe problemlos und schon frühzeitig erreicht. Zudem habe ich in den letzten Wochen auch eine gewisse Konstanz festgestellt, vor allem was die Resultate betrifft. Und das ist im Hinblick auf die Playoffs wichtig.» Bis auf die schwache Vorstellung in Ascona (2:6) vor drei Wochen zeigte der HCL zuletzt konstant gute Leistungen.

Luzerns Gegner Kreuzlingen-Konstanz (Vierter der Gruppe 4) präsentiert sich physisch stark und gilt zudem als heimstark. Das Team des 46-jährigen Trainers Christian Rüegg gewann sieben der neun Heimspiele. Die beiden Niederlagen gegen die Topteams Herisau (3:4) und Rheintal (4:5) fielen äusserst knapp aus. «Das wird eine umkämpfte Serie, dessen bin ich mir bewusst. Wenn jeder Spieler sein Rendement abrufen kann, können wir eine erfolgreiche Serie spielen», weiss Wüthrich.

Wichtig wäre ein Auftaktsieg heute Abend. «Das würde unser Selbstvertrauen stärken. Wer verliert, steht am zweiten Spieltag bereits unter Druck», weiss Wüthrich. Ein besonders Augenmerk müssen die Luzerner auf den ersten Block mit Topskorer Sandro Brunella legen. Seine Ausbeute mit 38 Skorerpunkten (21 Tore; 18 Assists) ist beeindruckend. (mw)

18. Runde: Luzern - Zug 4:5 (1:3, 3:1, 0:1). Illnau - Bellinzona 4:0. Chiasso - Ascona 4:3. Bassersdorf - Dürnten 3:2. Küsnacht - Schaffhausen 9:5. – Schlussrangliste (alle 18 Spiele): 1. Dürnten 45. 2. Illnau-Effretikon 40. 3. Zug 35. 4. Schaffhausen 31. 5. Luzern 30. 6. Bassersdorf 27. 7. Bellinzona 21. 8. Chiasso 16. 9. Küsnacht 14. 10. Ascona 11.

Topskorer, Gruppe 1: 1. Roman Marti (Zug) 37 Punkte (21 Tore/16 Assists). 2. Reto Bur­kart (Luzern) 34 (15/19).

Playoff-Achtelfinals (Best of 5). 1. Runde. Heute: Zug - Dielsdorf-Niederhasli (20.45, Acadamy Arena). Kreuzlingen-Konstanz - Luzern (20.00, Bodensee-Arena). – Weitere Spieldaten. 2. Spiel: Donnerstag, 16. Februar. – 3. Spiel: Samstag, 18. Februar. – 4. Spiel: Dienstag: 21. Februar (eventuell). – 5. Spiel (evtl.): Donnerstag, 23. Februar.


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