Mohenski auf Abschiedstour

MÄNNER, 1. LIGA ⋅ Dem BSV Stans gelingt der Auftakt in die 1.-Liga-Finalrunde mit einem 30:19-Sieg gegen den HBC West. Spielertrainer Thomas Mohenski möchte sich mit dem Aufstieg in die NLB verabschieden.

30. Januar 2017, 12:51

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Es lief die 2. Minute, als der BSV Stans gegen den HBC West mit 1:0 in Führung ging. Weshalb das erwähnenswert ist? Weil der Treffer von Gianluca Lima erzielt wurde. 2014 hatte der Göttibub von Carlos Lima die Stanser nach drei Saisons verlassen, in der Winterpause ist er nun in die Eichli-Halle zurückgekehrt.

Zwei Jahre dauerte seine Pause vom Handball, nachdem sich der Linkshänder trotz Dreijahresvertrag von Bundesligist Balingen-Weilstetten getrennt hatte und anschliessend auch beim NLA-Klub Kriens-Luzern nicht Fuss fassen konnte. «Gianluca hat sich selber bei uns gemeldet. Für uns ist er eine wichtige Verstärkung. Natürlich braucht er noch etwas Zeit, um wieder reinzukommen. Doch das macht mir keine Angst, wie das Velofahren verlernt man auch das Handballspielen nicht», sagt Spielertrainer Thomas Mohenski. Am Ende war Lima, der gestern Montag 23 Jahre alt wurde, mit fünf Treffern der beste Torschütze seines Teams. Den Gast aus der Westschweiz schlug man klar und deutlich mit 30:19. Nie gerieten die Nidwaldner in Bedrängnis, zu überlegen waren sie ihrem Konkurrenten. «Eine einfache Sache» sei es gewesen, resümierte Mohenski. Im Wissen, dass fortan nur noch grössere Herausforderungen in dieser 1.-Liga-Finalrunde auf seine Auswahl warten.

Mohenski: Rücktritt nach fast 20 Jahren

Der neue Modus sieht in dieser Achtergruppe insgesamt 14 Spiele vor, die beiden besten Teams qualifizieren sich für die Aufstiegsspiele. «Schwer und interessant» sei sie, die Ausgangslage, findet Mohenski und setzt mindestens Rang zwei zum Ziel. «Der Aufstieg in die NLB wäre dann natürlich das i-Tüpfelchen und ein perfekter Abschluss für mich persönlich.»

Ende Saison nämlich ist Schluss mit Handball, der mittlerweile 36-jährige Mohenski gibt nach 19 Jahren im Aktivhandball seinen Rücktritt – 1998 hatte er im NLA-Team der Stanser debütiert. Im zweiten Jahr führt er nun die Stanser als Spielertrainer, weshalb er nicht weitermachen will, erklärt er so: «Zeitlich kann ich den Aufwand nicht mehr aufbringen, die letzten beiden Jahre waren für mich doch aussergewöhnlich», sagt er mit Blick auf sein erstes Engagement als Chefcoach. Der zweifache Familienvater ist überdies seit Dezember wieder berufstätig, zu 70 Prozent arbeitet er bei einer Bank in Luzern als Kreditberater. Davor hatte er sich voll auf seine Aufgaben als Hausmann konzentriert.

Auch Sportchef Stefan Odermatt hört auf

Ebenfalls per Ende Saison von seinem Posten zurücktreten wird Sportchef Stefan Odermatt. Seit seinem Antritt im Jahr 2015 hat sich beim ihm sowohl die familiäre, als auch die berufliche Situation verändert. Mit Elise und ­Malin kamen die Kinder zwei und drei auf die Welt, und bei seinem Arbeitgeber Schindler ist er zum Verkaufsleiter aufgestiegen. «Meine Verantwortung gegenüber dem Verein kann ich aus zeitlichen Gründen nicht mehr wahrnehmen», erklärt der ehemalige NLA-Handballer. Als Spieler und unterstützende Kraft von Trainer Marc Schaffer wird er der zweiten Equipe in der 2. Liga allerdings erhalten bleiben.

Finalrunde, Gruppe 2: Bern Muri II - SG Pilatus 27:32. Yverdon - Dagmersellen 33:23. Stans - HBC West 30:19. Pratteln - Biel 25:35. – Rangliste: 1. Biel 2/4 (70:46). 2. SG Pilatus 2/4 (61:44). 3. Yverdon 2/4 (60:48). 4. Stans 1/2. 5. Dagmersellen 1/0. 6. Pratteln 2/0. 7. Bern Muri II 2/0. 8. HBC West 2/0.

Abstiegsrunde, Gruppe 2: Lyss - Olten 31:22. Herzogenbuchsee - Emmen 25:19. Lausanne-Ville/Cugy - Muotathal 13:29. Wacker Thun - SG Wahlen Laufen 26:26. – Rangliste: Muotathal 2/4 (61:36). 2. Lyss 1/2. 3. Herzogenbuchsee 1/2. 4. Emmen 2/2 (46:45). 5. SG Olten 2/2. 6. Wacker Thun II 2/1. 7. SG Wahlen Laufen 2/1. 8. Lausanne-Ville/Cugy 2/0.


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