Knapp gescheitert am Heimturnier

LANDHOCKEY ⋅ Die Männer des Luzerner SC konnten in den Finalspielen der Hallenhockeymeisterschaften in Luzern nicht brillieren. Die Frauen machten es besser: Sie unterlagen im Final den Serienmeisterinnen.
06. Februar 2017, 07:04

Bruno Affentranger

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Am Wochenende war in der Luzerner Maihofhalle alles zum Feiern angerichtet: Die Finals der Schweizer Hallenhockey-Meisterschaft waren angesagt, der Luzerner Sportclub Ausrichter, und beide Teams, die Frauen wie die Männer, im Halbfinal. Die Trophäen holte wieder einmal die Konkurrenz aus Wettingen. Rotweiss, wie der ärgste Rivale der Luzerner heisst, sicherte sich bei den Frauen wie bei den Männern die Titel. Zumindest die LSC-Spielerinnen konnten mithalten. Sie forderten die Favoritinnen im Final am Sonntag bis aufs Letzte. Denkbar knapp fiel das Skore aus. 1:2 hiess es am Ende einer hochklassigen Partie, die wie die Kopie jener aus dem Vorjahr aussah. Wieder hatten die Luzernerinnen mit einem verwerteten Penalty die Begegnung lange Zeit ausgeglichen halten können. Wieder waren es aber die Gäste, die zum Schluss jubelten. Die Schützlinge von LSC-Trainer Mathias Schaeben waren nahe dran und überraschten Rotweiss vor allem in der ersten Halbzeit mit einem druckvollen Spiel. Die ballführende Gegnerin wurde stets sofort gepresst. So blieb kaum Zeit für die Entfaltung des berüchtigten, eingeübten Kombinationsspiels der Serienmeisterinnen. Ein paar Fehler aber zu viel in der Defensive, und aus war der Traum.

Da half es auch nichts, dass mit Sandra Schori die klar beste Keeperin des Championats im Kasten stand. Ihre teilweise fantastischen Paraden und Beinreflexe hielten das LSC-Team lange Zeit im Spiel – und auch sie musste am Ende klein beigeben. Entsprechend gross war die Enttäuschung, doch schon bald obsiegte das Gefühl, erneut einen Entwicklungsschritt in die richtige Richtung gemacht zu haben. Mit diesen Luzernerinnen wird auch in den kommenden Spielzeiten zu rechnen sein.

Im Durchschnitt unter 20-jährig

Ähnliches gilt es über die Männer des LSC zu berichten – auch wenn dies auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist. Das Resultat des Wochenendes sprach eine andere Sprache. Beim 2:3 im Halbfinal gegen den HC Olten passierten zwei haarsträubende Fehlleistungen in den Schlusssekunden. Der kleine Final wurde im Penalty-Shoot-out gegen den Aufsteiger Basler HC abgegeben. Spielertrainer Manuel Greder sowie die Coaches Thomas Gähwiler und Michael Casagrande hatten sich die Sache etwas anders vorgestellt. Und doch: Obwohl am Ende Platz vier blieb, verzeich­nete das sehr junge Luzerner Team Fortschritte. Angesichts des Durchschnittsalters von weniger als 20 Jahren waren die Leistungen verblüffend gut. Herausragend aus dem zuletzt unglücklichen Kollektiv war Sebastian Schneider. Einen Treffer aus dem Spiel erzielt, zwei Siebenmeter versenkt – der 24-Jährige wurde zu Recht als bester Akteur des Hallenmasters gewählt. Auch darauf lässt sich aufbauen.

 

Hallenhockeymeisterschaft. NLA. Frauen. Spiel um Plätze 3 und 4: Black Boys Genf - Grasshoppers 3:0 (2:0). – Final: Luzerner SC - Rotweiss Wettingen 1:2 (1:1).

Luzerner SC - Rotweiss Wettingen 1:2 (1:1)

Maihofhalle Luzern. – 560 Zuschauer. – Tore: 8. Elena Trösch 0:1. 10. Sarina Meier (Penalty) 1:1. 22. Elena Trösch 1:2.– Luzerner SC: Schori, Waldrich; Zimmermann, Wagner, Meier, Röthlin, Bucher, Murer, Maillard, Suter.

NLA. Männer. Spiel um Plätze 3 und 4: Luzerner SC -Basler HC 1911 5:6 (2:2, 3:3) nach Penaltyschiessen. – Final: Rotweiss Wettingen - HC Olten 4:1 (2:1).

Luzerner SC - Basler HC 5:6 (2:2, 3:3) n. P.

Maihofhalle Luzern. – 700 Zuschauer. – Tore: 2. Schneider (Penalty) 1:0. 6. Stomps 1:1. 9. Marelli (kurze Ecke) 1:2. 22. Manuel Greder 2:2. 34. Brönnimann (kurze Ecke) 2:3. 40. Bur 3:3. – Penaltyschiessen: Schneider trifft, Brönnimann trifft, Manuel Greder –, Stomps trifft, Martin Greder trifft, Lorenz trifft. – Luzerner SC: Kleikemper, Bühler; Appel, Bur, Manuel Greder, Martin Greder, Haefeli, Horvath, Reinhard, Schneider, Wicki.


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