HCL bringt Leader ins Wanken

EISHOCKEY 2. LIGA ⋅ Sandro Steiner (19) spielt mit einer B-Lizenz beim HC Luzern. Der Schwyzer erlernte die Sportart in Seewen.
17. Januar 2017, 05:00

«Enttäuscht bin ich. Es fehlte wenig zum Sieg. So zu verlieren, schmerzt», zeigte sich der gebürtige Schwyzer Sandro Steiner frustriert. Der HC Luzern verlor das Spitzenspiel gegen den Leader Dürnten nach einem sehr guten Spiel knapp mit 2:3. Für den HCL skorten Robert Tobler (13.; 1:0) und Timon Ruckstuhl (55.; 2:3). «Wir haben aufopfernd gekämpft und waren im Spiel fünf gegen fünf mit den Zürcher Oberländern ebenbürtig.» Dürnten erzielte zwei der drei Treffer nämlich im Powerplay. Der HCL sündigte in der Chancenauswertung. Steiner: «Wir hatten genügend Möglichkeiten, um die Partie zu gewinnen. Das Manko war unsere Effizienz. Aufwand und Ertrag stimmen in keinem Verhältnis. Im Eishockey kannst du mit zwei Treffern nur selten ­Spiele gewinnen.» Auch kassierte der HCL die eine oder andere unnötige Strafe. «In Sachen Disziplin müssen wir uns wieder steigern. Das Unterzahlspiel zerrte an unseren Kräften.» Fairerweise muss diesbezüglich auch festgehalten werden, dass das Schiedsrichterduo nicht den besten Tag erwischte und sehr kleinlich pfiff.

Für den HCL ist Steiner, der bereits die dritte Saison mit einer B-Lizenz aushilft, eine Bereicherung. Der Flügelstürmer, der ­diese Saison bei seinen bisherigen Einsätzen in Luzern konstant gute Leistungen (5 Spiele; 4 Tore; 3 Assists) zeigte, spielt noch in Seewen bei den Junioren-Top und in der Erstligamannschaft. Gibt es etwa Motivationsprobleme eine Liga tiefer? «Überhaupt nicht. Ich freue mich immer wieder, beim HCL zu spielen. Hier erhalte ich auch die Möglichkeit, noch mehr Spielpraxis zu sammeln und mit guten Leistungen wieder auf mich aufmerksam zu machen. Ich betrachte es auch als Chance für meine Zukunft, die ich in der 1. Liga bei Seewen sehe.» Momentan steht Steiner täglich auf dem Eis. «Diesen Aufwand nehme ich gerne auf mich. Eishockey ist meine Passion und ein wichtiger Lebensinhalt.»

Vorfreude auf die schönste Zeit der Saison

Steiner, der im Schwyzer Talkessel aufwuchs und bei Seewen mit dem Eishockeyspielen begann, will mit dem HCL in den Playoffs (Top 8) eine gute Figur abgeben. «Ich freue mich auf die schönste Zeit. Wir können sicher um den Aufstieg mitreden. Wichtig ist, dass wir die letzten vier Qualifikationsspiele positiv abschliessen, damit wir gefestigt in den Playoff-Achtelfinal steigen können.» Wie wichtig schätzt Steiner den Heimvorteil (Top 4) ein? «Das spielt für mich keine Rolle. Für mich ist der Heimbonus nicht wichtig. Der SC Bern hat es letzte Saison ja bewiesen als Achtplatzierter und späterer Schweizer Meister, dass du am Tag X einfach bereit sein musst, wenn es losgeht. Rangierungen sind sekundär, wenn du im Kopf bereit bist.»

 

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

14. Runde: Küsnacht - Bassersdorf 2:3. Luzern - Dürnten 2:3. Chiasso - Illnau-Effretikon 4:6. Zug - Ascona 8:3. Bellinzona - Schaffhausen 2:4.

Rangliste (alle 14 Spiele): 1. Dürnten 36 (82:44). 2. Illnau-Effretikon 32 (60:44). 3. Schaffhausen 28 (55:49). 4. Zug 25 (76:54). 5. Luzern 24 (58:44). 6. Bellinzona 21 (40:50). 7. Bassersdorf 18 (45:50). 8. Chiasso 10 (51:72). 9. Küsnacht ZH 8 (51:77). 10. Ascona 8 (42:76).

Luzern - Dürnten 2:3 (1:1, 0:2, 1:0)

Eiszentrum. – 250 Zuschauer. – SR Ehrbar, Egli. – Tore: 13. Tobler (Steiner) 1:0. 19. 1:1. 32. 1:2. 35. 1:3. 55. Ruckstuhl (David Maurenbrecher, Tobler) 2:3.

Zug - Ascona 8:3 (0:0, 2:2, 6:1)

Academy Arena. – 50 Zuschauer. – SR Mosberger, Ernst. – Tore: 23. Felder (Emmenegger) 1:0. 26. 1:1. 32. Joss (Emmenegger, Eisenegger) 2:1. 33. 2:2. 44. Joss (Eisen­egger, Arnold) 3:2. 45. Marti (Blaser) 4:2. 48. Marti (Rickli) 5:2. 52. 5:3. 52. Marti ­(Rickli, Diener) 6:3. 55. Marti (Rickli) 7:3. 60. Marti (Blaser) 8:3.

Nächste Runde. Samstag: Schaffhausen - Zug (18.30). Ascona - Luzern (20.30).


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