Erneut den Meisterpokal verpasst

FUTSAL ⋅ Die Frauenmannschaft des FUC Luzern kann auf ihre erfolgreichste Spielzeit zurückblicken. Einen Pokal konnten die Spielerinnen allerdings bisher nicht in die Höhe stemmen.
14. Februar 2017, 08:05

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Im Jahr 2015 wurde die erste Frauenmannschaft des Futsal Club Luzern (FUCL), eine Premiere in der Zentralschweiz, gegründet. Nur zwei Jahre später mischt das Team an der Spitze der nationalen Meisterschaft mit. Die Spielerinnen von Trainer Timo Glanzmann (34) und Assistent Jonas Florin (26) spielten diese Saison an zwei Wettbewerben mit: Es war dies das NLA Futsal Masters (besteht aus mehreren Qualifikationsturnieren plus Finalturnier) und die erstmals durchgeführte Masters Womens League (sie besteht aus fünf Turnieren plus Finalspiel). Beide Male qualifizierten sich die Stadtluzernerinnen für das Finalspiel. Leider ohne Siegesjubel. Es blieb der zweite Platz. «Nun wissen wir, was nächste Saison zu tun ist», so der Wolhuser Glanzmann scherzend.

Das Endspiel beim Masters-Finalturnier in Wettingen vor einer Woche gewann der BSC Jona gegen den FUCL mit 2:1. Am letzten Sonntag beim Finalspiel der Masters Women League in der Utenberghalle in Luzern musste sich die Equipe nach einem starken Auftritt Mobulu Futsal Uni Bern letztlich mit 2:5 geschlagen geben. «Zwei Mal im Endspiel zu stehen und zu verlieren, ist schon frustrierend. Jetzt bin ich natürlich enttäuscht, doch das wird sich legen. Das Positive aus dieser Saison überwiegt nämlich. Die Entwicklung und der Weg stimmen», weiss die 17- jährige FUCL-Spielerin Martina Käppeli. Sie spielt beim FC Sempach in der 2. Liga als Verteidigerin. Warum spielt sie Futsal? «In der Halle Fussball zu spielen, ist sehr anspruchsvoll und fordert mich in allen Belangen. So kann ich über die Wintermonate fit bleiben und wechsle im Frühling gut vorbereitet zum Rasenfussball.»

Einen echten Boom erlebt der Futsal Club Luzern, der im Jahr 2012 von einer Gruppe junger Fussballbegeisterter in der Stadt Luzern gegründet wurde: «Wir starteten im Frauenteam, das drei Jahre später ins Leben gerufen wurde, mit sieben Spielerinnen. Heute haben wir 25 Akteurinnen. Das zeigt, dass Futsal ein grosses Bedürfnis ist», glaubt der Neuenkircher Florin.

Eine Sportart, um den Winter zu überbrücken

Futsal wird zwischen November und Februar gespielt. Die Spielerinnen des FUCL trainieren zweimal wöchentlich. Begeistert vom Fussballsport in der Halle ist auch die 23-jährige Sabina Odermatt, die in Emmetten aufgewachsen ist: «Ich spiele beim Erstligisten SC Schwyz als Torhüterin. Hier beim Futsal kann ich mich auch während des Winters sportlich betätigen und als Feldspielerin auch etwas für die Fitness machen.»

Die Fans des Futsal, die am Sonntag die Luzerner Utenberghalle besuchten, kamen in den Genuss des sogenannten «Super Sunday». Auf dem Programm standen drei Partien; zwei NLA-Partien der Männer: Der FC Iliria aus Solothurn besiegte Kuna Futsal Küssnacht mit 9:3, und Uetendorf aus dem Berner Oberland besiegte Luzern gleich mit 8:0 anlässlich der neunten Meisterschaftsrunde. Das Highlight war dann das Finalspiel um den Meister der erstmals durchgeführten Futsal Masters Women League. Uni Bern und Luzern duellierten sich im Final, mit dem besseren Ende für die Bernerinnen (5:2-Sieg). Für die Luzernerinnen skorten vor 150 Fans Gabriela Niederberger (2:1) und Sabina Odermatt (5:2).

So wird Futsal gespielt

Futsal wird mit je fünf Spielern pro Mannschaft gespielt. Das Spielfeld hat dieselbe Grösse wie ein Handballfeld (40 × 20 Meter). Der Strafraum wird durch die 6-Meter-Linie begrenzt. Im Gegensatz zum allgemein bekannten Hallenfussball wird Futsal mit einem sprungreduzierten Ball gespielt, und das Spielfeld ist ohne Banden begrenzt. Verlässt der Ball das Spielfeld, wird er mit einem Einkick wieder ins Spiel gebracht. Der Ball darf vom Torhüter nur einmal berührt werden. Die Spielzeit dauert 2-mal 20 Minuten, wobei bei jedem Spielunterbruch die Zeit gestoppt wird. (mw)


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