Der LKZ will dem Leader ein Bein stellen

HANDBALL ⋅ Das SPL1-Team des LK Zug hat den Kampf um einen Platz im Titelrennen noch nicht aufgegeben. Da käme ein Sieg in der Partie gegen die Spono Eagles gerade recht.

17. Februar 2017, 09:45

Nach den beiden erfolgreichen Auftritten im Challenge Cup am vergangenen Wochenende gegen den HC Karpaty gilt die Konzentration des LK Zug wieder der nationalen Meisterschaft. Im SPL1-Spitzenspiel duellieren sich die drittplatzierten Zugerinnen (22 Punkte) am Sonntag auswärts mit dem souveränen Leader Spono Eagles (28 Punkte). Nach der definitiven Qualifikation für die Finalrunde (Top 4), die nie in Gefahr gestanden ist, geht es für die Zugerinnen noch um eine gute Ausgangslage im Kampf um den Playoff-Final (Top 2). Soll heissen, dass man in den letzten sechs Partien der Qualifikation mit der Spitze in Tuchfühlung bleiben muss. Momentan liegt das zweitplatzierte Brühl vier Punkte vor Zug, die Nottwilerinnen haben sechs Zähler Reserve auf den LKZ. Mehr darf die Hypothek jedoch nicht mehr anwachsen, wenn man weiterhin den zweiten Schlussrang vor ­Augen haben will. Was dem LK Zug nun bleibt, sind zwölf Partien (je sechs Partien in der Qualifikation und der Finalrunde), um diese Hypothek wettzumachen. «Wir sind uns der Tabellenlage bewusst. Wir nehmen nun einfach Spiel für Spiel und schauen nicht nach vorne. Spono wird sicher eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe darstellen», ist LKZ-­Torhüterin Laura Innes sicher und doppelt nach: «Wir kommen natürlich gestärkt aus dem Erfolg im Challenge Cup und werden sehr motiviert an den Sempachersee reisen. Wir streben den Sieg an, das ist klar. Wir wollen den Leader ärgern.» Die Partie im SPZ Nottwil wird am Sonntag um 17 Uhr angespielt.

Im Challenge Cup wartet ein Team aus Holland

Am Dienstag wurden die Viertelfinals im Challenge Cup ausgelost. Dabei bekam der LK Zug ­einen interessanten Gegner zugelost. Die nächste Hürde heisst Virto-Quintus aus Holland. Der letztjährige Challenge-Cup-Viertelfinalist spielt seine Partien in Kwintsheul südwestlich von Den Haag aus. Mit Yellow Winterthur aus der SPL1 hatte bereits ein Schweizer Team letzte Saison gegen die Holländerinnen das Vergnügen. Die Zürcherinnen blieben jedoch ohne Chance und schieden mit dem Gesamtskore von 29:70 aus.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass auch der LK Zug schon einmal im Europacup gegen dieses Team gespielt hat: Es war in der Saison 2006/07. Damals setzte es mit 29:33 und 25:30 zwei Niederlagen ab. Mit Virto-Quintus wartet also ein viel stärkerer Brocken auf den LK Zug, als es noch Karpaty war. Das Hin- und auch das Rückspiel finden am ersten Märzwochenende in den Niederlanden statt.

Das SPL2-Team des LK Zug muss punkten

Auf dem Weg in die Finalrunde benötigte der LKZ einen Sieg gegen Yverdon & Crissier. Und das SPL2-Team siegte mit 30:29. Damit bleibt es sechs Runden vor Qualifikationsschluss sehr spannend im Kampf um den vierten Rang (Finalrunde). Am Sonntag (19 Uhr, SPZ Nottwil) reisen die Zugerinnen zum Derby nach Nottwil zu den Spono Eagles (3. Rang).

 

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch


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