Bussen und Punktabzug nach Spielabbruch in Emmenbrücke

FUSSBALL ⋅ Der Innerschweizer Fussballverband (IFV) hat die Sanktionen nach dem abgebrochenen 3.-Liga-Spiel zwischen dem FC Emmenbrücke und dem FC Südstern bekanntgegeben. Beide Mannschaften werden dabei von der Wettspielkommission gleich hart bestraft.
Aktualisiert: 
05.10.2016, 19:00
05. Oktober 2016, 14:29

Tumulte auf dem Gersag haben am 3. September zum Abbruch der 3. Liga-Meisterschaftspartie  zwischen dem FC Emmenbrücke und dem FC Südstern geführt. Nun ist klar, wie die Wettspielkommission (WK) des IFV die beiden Mannschaft sanktioniert. Wie der IFV am Mittwoch mitteilte, hat die WK folgenden Entscheid gefällt:

  • 1. Die 3. Liga Meisterschaftspartie zwischen dem FC Emmenbrücke und dem FC Südstern wird mit 0:0 Toren und 0 Punkten für beide Teams gewertet.
  • Beiden Teams werden in der laufenden Meisterschaft 3 Punkte abgezogen und sie werden je mit einer Busse von  500 Franken belegt.
  • Beiden Teams werden 40 Strafpunkte hinzugerechnet.
  • Gegen beide Teams werden des Weitern Ordnungsbussen in der Höhe von je 300 Franken für das Verhalten ihrer Anhänger verhängt.

In der Kurzbegründung hält der IFV fest hat ihr Untersuchungsverfahren abgeschlossen. Gestützt darauf erachtet sie es als erstellt, dass «die Umstände, welche zum Spielabbruch führten und anschliessend in einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen Heim- und Gästefans auf der Tribüne und einem Aufgebot der Polizei endete, auf das vorangegangene Verhalten beider Teams (insbesondere deren Trainerstäbe) zurückzuführen ist».

Nach Ansicht der WK hat der Schiedsrichter das Spiel in der 81. Minute zu Recht abgebrochen. Die WK verurteilt das Verhalten beider Teams. «Solche Verhaltensweisen sind inakzeptabel und sind weder auf noch neben dem Spielfeld zu tolerieren und dementsprechend zu sanktionieren.»

Nach Auffassung der WK haben beide Vereine gleichermassen zur Eskalation der Situation und zum nachfolgenden Spielabbruch beigetragen. Beide Vereine haben unabhängig eines eigenen Verschuldens auch für das Verhalten ihrer Anhänger während und nach Abbruch des Spiels einzustehen. Aufgrund dessen erscheint eine gleichmässige Bestrafung und Sanktionierung der beiden Teams als angemessen.

Sollte sich nach Abschluss des durch die Strafverfolgungsbehörden geführten Verfahrens herausstellen, dass aktive Fussballer sich eines Vergehens auf der Tribüne schuldig gemacht haben, behält sich der IFV ausdrücklich vor, diese noch persönlich ins Recht zu fassen.

pd/zim

Video: Fussball: Sanktionen für 3. Liga-Mannschaften

Der Innerschweizer Fussballverband (IFV) hat die Sanktionen nach dem abgebrochenen 3.-Liga-Spiel zwischen dem FC Emmenbrücke und dem FC Südstern bekanntgegeben. Beide Mannschaften werden dabei von der Wettspielkommission gleich hart bestraft. (Tele1, 5. Oktober 2016)

FC Emmenbrücke zieht Urteil weiter

Emmenbrücke will das Urteil nicht akzeptieren. Der Vorstand wird umgehend über einen Weiterzug des Entscheids an das Rekursgericht sowie allenfalls an den Sportgerichtshof in Lausanne beraten. Der FCE fühlt sich in keiner Weise verantwortlich für das Fehlverhalten von Zuschauern auf der Tribüne.


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