Wetter belohnt die Organisatoren der Springkonkurrenz

ZUG ⋅ Gestern ist die erstmals fünf Tage dauernde Zuger Springkonkurrenz zu Ende gegangen. Das finale Stechen mit den zahlreichen Spitzenpaaren war nur einer von zahlreichen Höhepunkten des Anlasses.
06. Juni 2017, 08:15

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Es gebe keinen Anlass in der Schweiz mit einem schöneren Programm und der erst noch einem Ständerat als Speaker habe, lobt Andy Kistler, Equipenchef der Schweizer Springreiter, die Zuger Springkonkurrenz, deren Organisatoren und deren Speaker Damian Müller. Dies bei seiner kurzen Ansprache und bevor gestern Mittag mit dem Preis der Zuger Kantonalbank und der Stadt Zug das Hauptereignis bevorstand. «Der Zuger Anlass ist ein nationales Highlight und ist sehr wichtig für unseren Sport», betont er. «Er ist wichtig für die zweite Garde, und dies nicht nur um Punkte für die Schweizer Meisterschaft zu holen, sondern um sich mit der Elite messen zu können. Möglich sei dieser Topanlass dank des Pfingstmontags. Denn noch am Sonntag seien einige Starter an internationalen Turnieren geritten. Kistler hebt hervor, wie einzigartig das Springreiten sei. «Wir sind die einzige olympische Disziplin, in der Männer und Frauen gegeneinander antreten.» Zugs Platz sei toll und die Infrastruktur perfekt, lob Kistler weiter. «Man sieht, dass das Organisations­komitee den Pferdesport liebt.» Lässig sei auch, dass in Zug immer viele Zuschauer anwesend seien, sagt er und fügt an: «Hier wird jedes Detail gepflegt.»

Stossgebete sind erhört worden

Lob hat auch OK-Präsident Ulrich Straub zu verteilen: «Der Wettergott hat unsere Stossgebete erhört», sagt er. «Wir hatten fast nur regenfreie Prüfungen, und die Temperaturen waren ideal – nicht zu heiss und nicht zu kalt.» Ein Lob gebühre vor allem auch den vielen Helfern, betont Straub. Es sind fast alle nur Freiwillige und Amateure, die diesen Anlass gestemmt haben.» Mit dem diesjährigen Programm sei wohl ein Level erreicht, das kaum noch zu erhöhen sei, gibt er zu bedenken. «Wir sind damit an der Grenze des Machbaren angelangt.»

«Das ist hochstehender Sport»

Die Stadt Zug werde immer mehr zur Sportstadt, sagt Stadtpräsident Dolfi Müller. «Und die Zuger Springkonkurrenz ist einer der jährlichen Höhepunkte des Zuger Sportjahrs.» Gattin Ursula freut «sich sehr», dass sie eine Konkurrenz live sehen kann. «Ich schaue mir sonst nämlich gerne das Springreiten am Fernsehen an.» Finanzdirektor Heinz Tännler ist «fasziniert» und sagt: «Das ist wirklich hochstehender Sport, der uns hier geboten wird.» Sie wäre im nächsten Leben gerne Springreiterin, sagt seine Gattin Conny und lächelt vielsagend.

Paul Scherer ist seit Jahren mit einem Stand an der Konkurrenz vertreten und findet den Anlass ideal, um dem lokalen Publikum seine Produkte näherzubringen. «Wir unterstützen den Reitanlass schon seit Jahren», sagt Adrian Risi von der gleichnamigen Baarer Firma. «Und dies, weil er wirklich toll ist.»

Die Zuger Springkonkurrenz sei überhaupt nicht elitär, sondern ein Volksfest, lobt Korporationspräsident Urban Keiser das OK. «Die Macher haben ein Gefühl für das, was das Volk mag.» «Eine Springkonkurrenz mitten in der Stadt und zwischen den Hochhäusern ist einfach einzigartig», sagt René Bärlocher, «wo sonst gibt’s das schon?» Sie seien seit Jahren quasi das Hotel des Anlasses, verrät Philip C. Brunner, der in jungen Jahren als Offizier selber geritten ist. «Zug ist einzigartig», schwärmt OK-Mitglied Gregor Bruhin: «Wir sind ein Top-Ten-Springreitanlass der Schweiz und ein Top-Ten-Sportanlass in Zug.» Und Kollege Freddy Spörri ergänzt: «Bei der letzten Prüfung sind Pferde im Einsatz, die 500000 Franken und mehr kosten.»

Pferde seien der Traum aller Mädchen, liefert Dominique Messmer den Grund für ihren Spass am Anlass. Und Chef de Bar Rahel Schluep verrät, warum sie mit einer Schiene herumhumpeln muss. «Mein Pferd hat sich erschrocken und ist mir auf den Fuss getreten.»

Hinweis

Infos unter:

www.zugerspringkonkurrenz.ch

  • Bronislav Chudyba vom Reitstall Tina Pol Steinhausen auf Quinsy. (© Stefan Kaiser)
  • Markus Hauri auf Twenty Clary. (© Stefan Kaiser)
  • Zuschauer verfolgen die Zuger Springkonkurrenz auf dem Stierenmarktareal. (© Stefan Kaiser)

Die Zuger Springkonkurrenz auf dem Stierenmarktareal ist zum nationalen Reitanlass mutiert. Mit dabei auch ehemalige Teilnehmer an Olympischen Spielen.


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