Urs Hürlimann tritt nicht mehr an

ZUG ⋅ Baudirektor Urs Hürlimann (FDP) verzichtet auf eine erneute Kandidatur für den Regierungsrat. Der 62-jährige will sich nach 28 Jahren im Dienste des Kantons dem Privatleben widmen.
17. Januar 2018, 16:00

Baudirektor Urs Hürlimann (62) wird im Herbst nicht für eine dritte Amtsperiode als FDP-Regierungsrat zur Verfügung stehen. Die Partei respektiere diesen persönlichen Entscheid. Damit wird die FDP im Herbst dieses Jahres ihre beiden Sitze im Regierungsrat neu besetzen müssen. Dies, weil auch Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (54) nicht mehr zur Wahl antritt. Am 5. April wird die FDP an ihrer Nominationsversammlung entscheiden, mit welchen Kandidaturen die Partei im Oktober ihre beiden Regierungsratssitze wieder besetzen will, heisst es in einer Medienmitteilung der FDP des Kantons Zug.

Die Parteileitung und Urs Hürlimann hatten im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Matthias Michel im letzten Herbst vereinbart, bis Mitte Januar Klarheit über den zweiten FDP-Sitz im Zuger Regierungsrat zu schaffen. Durch die nun erfolgte Klärung von Hürlimanns politischer Zukunft erhöhen sich für die FDP die Handlungsoptionen der Partei bei der Zusammensetzung ihres Kandidatenfeldes. Laut Mitteilung entstünde so eine neue Dynamik - auch mit Blick auf die Vertretung der Frauen in der Zuger Regierung. Bereits portiert wird von den FDP-Frauen die Steinhauser Gemeinderätin Carina Brüngger. Gewählt wird am 7. Oktober dieses Jahres.

In seinem Rücktrittsschreiben hält Hürlimann fest, dass er sich entschieden habe am 1. Januar 2019 seinen sechsten Lebensabschnitt zu beginnen. Er habe sich die Entscheidung nicht einfach gemacht. Er habe sich seit Monaten Gedanken darüber gemacht, ob er nach sieben Jahren als Gesundheits- und Baudirektor einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger Platz machen solle. An Weihnachten habe er mit seiner Familie darüber gesprochen und den Entschluss gefasst, die politische Karriere zu beenden. Es sei ein bewusster Entscheid gewesen, den Schnitt jetzt zu machen und nicht erst in einem oder zwei Jahren. Für ihn sei klar gewesen: «Entweder stelle ich mich der Partei für weitere vier Jahre zur Verfügung oder gar nicht.» Gar nicht, ist es jetzt. Was er ab dem 1. Januar 2019 machen werde, darüber sei noch nicht entschieden. «Dafür ist noch genügend Zeit», so Hürlimann. Die verbleibenden 11 Monate im Amt werde er sich weiter voll und ganz für den Kanton Zug einsetzen. Es seien in der Baudirektion noch einige Geschäfte zu erledigen.

haz

 


Leserkommentare

Anzeige: