Zugerinnen eliminieren Ukrainerinnen

HANDBALL ⋅ Der LK Zug sorgt im Challenge-Cup-Achtelfinal gegen den HC Karpaty aus der Ukraine für eine Überraschung. Die Zugerinnen «werfen» die Osteuropäerinnen aus dem Wettbewerb. Dies mit dem Gesamtskore von 65 zu 50.
13. Februar 2017, 07:00

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

Wenig war über das Team aus der Ukraine bekannt. Unabhängig von den Stärken und Schwächen des Gegners vom HC Karpaty, der LK Zug konzentrierte sich auf seine Qualitäten und besann sich auf seine Stärken. Und das mit Erfolg. Beim Hin- und Rückspiel im Challenge-Cup-Achtelfinal vor heimischer Kulisse gelangen dem LKZ zwei überzeugende Auftritte.

Das Hinspiel konnten die Zugerinnen mit einem 29:25 für sich entscheiden. Bereits zur Pause führt der LKZ vor 200 Fans in der heimischen Sporthalle mit einem Vorsprung von vier Treffern (17:13). Ausgeglichen war das erste Duell nur in der Startviertelstunde (8:8). In der Folge konnte sich das Team des Trainerduos Damian Gwerder und Peter Stutz dann absetzen und den Vorsprung (12:8, 16:12, 21:14, 27:19) über die gesamte Zeit halten. Zwischenzeitlich führte der LKZ sogar einmal mit acht Treffern Differenz. Mit dem 29:25-Erfolg legten die Zugerinnen die Basis für das Weiterkommen unter die acht besten europäischen Teams dieses Wettbewerbs. Erfolgreichste Schützin im Team des LKZ waren Sibylle Scherer (7), Soka Smitran (6) und Yael Gwerder (5).

Der «Mist» war trotz des Vorsprungs aus dem ersten Duell von vier Treffern aber noch nicht geführt. Es benötigte auch im Rückspiel eine konzentrierte Leistung gegen die Osteuropäerinnen aus der Stadt Uschgorod, die im Dreiländereck zwischen Ungarn, der Slowakei und der Ukraine liegt. Karpaty, das in der Elite-Meisterschaft auf dem zweiten Tabellenrang liegt, konnte auch im Rückspiel keine Akzente setzen. Schuld war der LKZ, der stark aufspielte. Der LKZ deklassierte Karpaty letztendlich mit 36:25 (19:10). Diesmal vor 350 Fans, die das Team nach Spielschluss frenetisch feierten. Überragend war einmal mehr Scherer, die im zweiten Aufeinandertreffen zehn Treffer zum Sieg und Weiterkommen beisteuerte. Total skorte Scherer 17 (!) Mal an diesem Wochenende. «Wir haben immer an unsere Chancen geglaubt. Wir wussten nicht, was uns erwartet. Doch wir waren bereit und signalisierten grossen Siegeswillen in beiden Partien. Das war eine grosse Genugtuung für uns nach dem bitteren Ausscheiden im Cup-Halbfinal gegen Brühl (24:25) vor einer Woche», freute sich die erst 16-jährige LKZ-Spielerin Daphne Gautschi (Rückraum). Und Zugs Torhüterfrau Laura Innes (27) sagte: «Wir sind überrascht, dass wir so hoch gewinnen konnten. Für mich war es keine grosse Überraschung, dass wir die nächste Runde erreichen konnten. Karpaty hatte ja eine Runde vorher gegen den SPL1-Vertreter Rotweiss Thun nicht gross überzeugt.»

Zentralschweizer unter sich

Nach dem europäischen Wettbewerb ist der LK Zug in der Meisterschaft wieder gefordert. Nachdem der erste Titel weg ist (Cupsieger), wollen die Zugerinnen in den Playoff-Final. Mit einer guten Ausgangslage aus der Qualifikation wollen sie in die Finalrunde starten. Aktuell liegen die Zugerinnen an dritter Stelle mit 22 Punkten aus fünf Partien. Leader sind die Spono Eagles (14/26), gefolgt von Brühl (15/26). Sechs Runden vor Schluss ist alles möglich im Kampf um den Playoff-­Final. Am Sonntag (17.00, SPZ Nottwil) reisen die Zugerinnen an den Sempachersee. Beim souveränen Tabellenersten Nottwil soll eine Überraschung, sprich Sieg her. Nicht unmöglich nach dem erfolgreichen europäischen Wochenende. «Das Weiterkommen beflügelt uns und gibt uns Schub für das sonntägliche Derby. Motivieren muss uns keiner. Wir sind heiss», gibt sich LKZ-Spielerin Stefanie Javet (21, Flügel) kampfbetont.

LKZ - HC Karpaty 29:25 (17:13)

Sporthalle. – 200 Zuschauer. – SR Metalari, Nikolovski. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Zug; 2-mal 2 Minuten gegen Karpaty. – Zug: Betschart/Innes; Stutz, Ravlic, Traber (1), Scherer (7/2), Müller (1), Gautschi (3), Javet, Van Polanen (2), Estermann (4), Masset, Gwerder (5), Smitran (6).

 

HC Karpaty - LKZ 25:36 (10:19)

Sporthalle. – 350 Zuschauer. – SR Metalari, Nikolovski. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Karpaty; 2-mal 2 Minuten gegen Zug. – Zug: Betschart/Stocker; Stutz, Ravlic (1), Traber (3), Scherer (10/3), Müller (1), Gautschi (2), Javet (2), Van Polanen (1), Estermann (6), Masset (3), Gwerder (5), Smitran (2).

www. Mehr Bilder finden Sie unter: www.zugerzeigun.ch/bilder
  • Der LK Zug im Spiel gegen den HC Karpaty Uzhgorod in der Sporthalle in Zug.
Im Bild: Die Zugerin Sibylle Scherer nimmt es mit drei Gegnerinnen auf. Iryna Kompaniiets (ganz links), Victoria Hychka und ganz rechts Oleksandra Furmanets. (© Stefan Kaiser (Zuger Zeitung))
  • Im Bild: Die Zugerin Sibylle Scherer am Ball. Iryna Kompaniiets (ganz rechts). (© Stefan Kaiser (Zuger Zeitung))
  • Im Bild: Die Zugerin Sibylle Scherer am Ball. (© Stefan Kaiser (Zuger Zeitung))

Der LK Zug sorgt im Challenge-Cup-Achtelfinal gegen den HC Karpaty aus der Ukraine für eine Überraschung. Die Zugerinnen «werfen» die Osteuropäerinnen aus dem Wettbewerb. Dies mit dem Gesamtskore von 65 zu 50.


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