Skylounge: Kein Zutritt für Junge?

Nach vier Vorstössen zur Skylounge ist nun ein fünfter im Grossen Gemeinderat eingegangen: Auch dieser will einige Fragen beantwortet haben.
09. Oktober 2011, 05:03

Seit Anfang Jahr hat die Skylounge die Gemüter der Zuger so sehr bewegt, wie wohl wenige Bauwerke im Kanton zuvor. Eine Motion, ein Postulat und zwei Interpellationen sind seit Februar diesen Jahres im Grossen Gemeinderat eingegangen. Der Tenor der Vorstösse ist immer in etwa derselbe – die Sorge nämlich um eine mögliche Gefährdung des öffentlichen Nutzungsrechts durch die Zuger Bevölkerung. In der Kritik steht vor allem die Zweiteilung der Plattform im obersten Geschoss des Uptown-Hochhauses. Bekanntlich besteht die Lounge aus einem Restaurant, und jenem 200 Quadratmeter grossen Bereich, für dessen öffentliche Nutzung die Stadt Zug 1,9 Millionen Franken hingelegt hat.

Keine Kinderwagen?

Zu den vier Vorstössen gestellt sich nun ein fünfter, mit ähnlichen Punkten, hinzu: Stimmt es, wollen die beiden CVP-Gemeinderäte Franz Weiss und Richard Rüegg in ihrer Interpellation wissen, dass während gewissen Zeiten Jugendliche keinen Zutritt mehr haben? Stimmt es, fragen sie weiter, dass Eltern mit Kinderwagen keinen Zutritt haben, und dass sie diese unbewacht vor dem Eingang stehen lassen müssen? Und: Stimmt es, dass wenn die Credit Suisse eine Veranstaltung im Uptown hat, diese den öffentlichen Raum für Plakate und Ständer gebrauchen darf, und dass während dieser Zeit kein Zutritt ohne Konsumationszwang besteht? Diverse Mitbürger, so schreiben die Interpellanten, hätten sie auf diese Probleme aufmerksam gemacht.

Stephanie Hess
 


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