Neuer Ärger um die Aussicht

ZUG ⋅ In der «Skylounge» geniesst man ein herrliches Gratis-Panorama. Nun soll dieses Privileg eingeschränkt werden. Die Stadt sieht darin einen Vertragsbruch.
19. November 2013, 05:02

Doch diese staatlich verbriefte öffentliche Nutzung soll künftig deutlich reduziert werden. Denn ab Dezember ist geplant, die «Skylounge» nur noch als Bar zu betreiben. Statt täglich ab 11 Uhr ist der Gastronomiebetrieb nur noch ab 16 Uhr geöffnet. Dies bestätigt Rolf Blaser, Geschäftsführer der Uptown Gastro AG. Grund: Tagsüber hat es zu offensichtlich zu wenig Gäste unterm Dach. «Die Nachfrage ist sehr mässig», sagt Blaser, «und wir wollen uns deshalb zurückorientieren auf eine reine Bar.»

Er führt die schwache Besucherfrequenz am Tag in 60 Metern Höhe unter anderem darauf zurück, dass gar kein grosses öffentliches Bedürfnis für diesen Aussichtspunkt vorhanden sei. Zudem stehe die «Skylounge» in Konkurrenz zum «GG6»-Restaurant im Erdgeschoss, das ebenfalls von Blaser geleitet wird. «Und dieses läuft inzwischen deutlich besser.» Nicht zuletzt beklagt Blaser, dass die beabsichtigte Belebung des Stadtteils rund um das Hochhaus «Uptown» noch nicht wirklich stattgefunden hat.

Die Stadt Zug ist alles andere als «amused» über die Pläne Blasers, die nicht mit der Verwaltung abgesprochen sind. «Das geht nicht», sagt Theddy Christen, Leiter Immobilien der Stadt Zug, unmissverständlich. Dieser versichert auch, die Eigentümerin des «Uptown», die Credit Suisse, wisse nichts davon. «Ich habe soeben mit der Eigentümerin telefoniert, und die CS hat signalisiert, sie werde die Sache mit dem Pächter klären.»

 


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